5 Gründe: Deswegen könnte Bitcoin 2019 weiter sinken

 

Bitcoin verzeichnete im letzten Jahr einen stetigen Abwärtstrend und notiert nun kontinuierlich unter 4.000 US-Dollar. Könnte es wirklich noch schlimmer werden? Wir haben hier 5 Gründe, warum es weiter bergab gehen könnte.

 
 

Bereits im Dezember 2017, als der Preis bei fast 20.000 US-Dollar lag, sah der Bitcoin so aus, als könnte er bestehenden Finanzmärkten eine Konkurrenz werden und sogar den Mainstream erreichen. Ein Jahr später sah es ganz anders aus. Bitcoin notiert nun kontinuierlich unter 4.000 US-Dollar und befand sich im vergangenen Jahr ständig auf einem Abwärtstrend und verlor dabei auch mehr als die Hälfte seiner Marktkapitalisierung.

Und doch scheinen Kryptowährung-Begeisterte die Tatsache zu ignorieren, dass Bitcoin noch in eine noch schlimmere “Todesspirale“ geraten könnte. Bitcoin ist nicht die einzige Kryptowährung, deren Marktkapitalisierung halbiert wurde. Ausverkäufe haben auf einer breiten Front stattgefunden, wobei der Preis für beliebte Altcoins wie Ripple und Ethereum im vergangenen Jahr zurückging.

Es ist nicht klar, was der Auslöser für diese Preissenkungen und Abverkäufe war. Es könnte Marktmanipulation am Kryptomarkt sein oder die Nachfrage ist einfach stark zurückgegangen. Aber was klar ist, ist, dass die Preise für Kryptowährungen aus einer Reihe von Gründen darum kämpfen, endlichen einen Boden zu finden. Einen noch tieferen Boden könnten steigenden Kosten des Minings, regulatorischen Bedenken, Marktmanipulation, spekulativer Handel, hoher Stromverbrauch und die zunehmende Skepsis der Öffentlichkeit heraufbeschwören.

 
 

1. Killer-Anwendungen fehlen

Wer glaubt, dass der Bitcoin leicht zu verstehen ist, geschweige denn zu benutzen, irrt sich gewaltig. Versuche mal einer nicht technisch affinen Person zu erklären, wie er Bitcoins richtig benutzen kann, sich eine sichere offline Wallet erstellt, seine Private Keys ordnungsgemäß verwaltet, per Fiat-Gateway seine ersten BTC erwirbt (viele haben noch kein E-Banking etc.) und diese sicher und ohne Fehler auf seine Wallet transferieren kann.

Es fehlt eine Anwendung, wie damals beim Internet der erste Web-Browser, der Kryptowährungen und vor allem den Bitcoin leicht zugänglich und verwaltbar für den Mainstream-User macht. Die meisten Menschen wollen nicht den Bitcoin bis ins Detail verstehen, sondern einfach damit Bezahlen oder Vermögen transferieren.

Der Bitcoin existiert bereits seit einem Jahrzehnt, ob dieses Jahr eine Killer-Anwendung kommt, ist nicht sehr wahrscheinlich. Jedoch ist nichts unmöglich. Der Browser kam auch von einem Tag auf den anderen und verhalf dem Internet zum Durchbruch.

 
 

2. Skepsis in der Industrie

Starke Preisverluste gehen einher mit einer anhaltenden Skepsis gegenüber Kryptowährungen. Dies liegt zum Teil daran, dass das Versprechen, das etablierte, zentralisierte Wirtschaftssystem zu umgehen und Peer-to-Peer-Zahlungen zu ermöglichen, bisher eher enttäuschend war.

Große Akteure der Finanzwelt, wie Warren Buffett von Berkshire Hathaway und JP Morgan CEO Jamie Dimon, äußern ständig ihre tiefe Skepsis gegenüber Kryptowährungen und deuten darauf hin, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen noch immer einen harten Kampf um die Akzeptanz führen.

 
 

3. Steigende Kosten für Mining-Aktivitäten

Wenn der Preis weiter sinkt und die Kosten für das Schürfen von Bitcoins nicht im gleichem Maße sinkt, können die Anreize zur Aktualisierung der Blockchain und zur Validierung von Transaktionen schnell verschwinden und die Existenz von Bitcoin als funktionierendes Zahlungssystem und dessen Netzwerk-Sicherheit gefährden. Bitcoin ist auf ein Netzwerk von Minern angewiesen, die Transaktionen überprüfen und in einem digitalen Ledger, der sogenannten Blockchain, erfassen.

Dadurch wird verhindert, dass Kopien der digitalen Einheiten erstellt werden. Als Belohnung für die Energie und Zeit die damit verbunden ist, werden die Miner in Form von Bitcoins belohnt (Block-Reward). In diesem Artikel erfährst du mehr über den Mining-Vorgang.

Der Arbeitsaufwand für das Mining nimmt immer weiter zu (was ihn teurer macht), da Mining eigentlich darauf ausgerichtet ist, kontinuierlich schwieriger zu werden und die Anzahl der neu ausgegebenen Bitcoins damit immer weiter zu begrenzen. Da das Schürfen von Bitcoins große Mengen an Energie benötigt, haben einige Miner ihren Betrieb bereits eingestellt, da der sinkende Preis des Bitcoins das Mining weniger profitabel macht.

Dies ist beunruhigend für die Rentabilität von Bitcoin, da eine Mindestanzahl von Minern am Netzwerk beteiligt sein muss, um das öffentliche Ledger sicher zu führen. Ohne die Mining-Aktivität wäre der BTC nur eine verschlüsselte Zahl ohne jeglichen Wert. Jeder vernünftige Investor wird sich außerdem vom Mining-Prozess fernhalten, wenn die Kosten des Minings höher ist als die Blockbelohnung selbst.

 
 

4. Regulatorische Bedenken

Regulatoren auf der ganzen Welt beginnen, auf Kryptowährungen mit unterschiedlichen Ansichten zu reagieren. Während Länder wie die Schweiz und Malta versuchen, die Drehscheiben für Kryptowährungs-Geschäfte zu werden, sind andere Länder, wie China und die USA, gegen Kryptowährungs-Märkte vorgegangen.

Ein Beispiel dafür ist die US-Marktaufsicht SEC. Im November 2018 kündigte sie an, dass zwei prominente Bewerber von verschiedenen ICOs Geldbußen und Rückerstattungen zahlen müssen, da sie durch das Bewerben nicht lizenzierter Wertpapiere, gegen das Gesetz verstoßen haben. Das überrascht kaum. Tatsächlich ist es wahrscheinlich erst der Anfang eines entscheidenden Eingriffs der Regulierungsbehörden in das Ökosystem der ICOs. Eine solche Entwicklung könnte ausreichen, um einige Investoren zu verunsichern. Viele Investoren könnten sogar Kryptowährungen und Finanzierungsphasen wie ICOs, Token Sales oder DAICOs ganz aufzugeben.

Die Befürworter von Kryptowährungen erhoffen sich, dass mehr institutionelle Akteure sich mit neuen Produkten wie Krypto-spezifischen „Exchange Traded Funds (ETFs)“ am Krypto-Ökosystem beteiligen. Viele erwarten, dass die zugelassenen ETFs Kryptowährungen preislich einen heftigen Schub geben werden. Die SEC hat jedoch bisher keine Krypto-ETFs zugelassen und es wäre zu optimistisch anzunehmen, dass dies in naher Zukunft geschehen wird.

 
 

5. Marktmanipulation

Marktmanipulation und spekulative Aktivitäten sind auch wichtige Bedenken, wenn es um den Kryptomarkt geht. Gerüchte besagen, wie gut informierte Investoren Kryptowährungen in großen Mengen kaufen, was den Preis in die Höhe treibt und andere Käufer dazu bringt, dem Beispiel zu folgen. Anschließend verkaufen die gut informierten Händler, um den Preis nach unten zu drücken. Daraufhin folgen viele dem Momentum nach unten. Ein Katz und Maus Spiel.

Falls wirklich solch eine „Manipulation“ geschieht, wäre es nun wirklich keine große Überraschung. Kryptowährungsmärkte sind so unglaublich undurchsichtig. Jeder, der sich mit dem Kryptowährungshandel beschäftigt, weiß, dass diese Art von Pump-and-Dump-Spielen und fiktiven Orders darauf abzielen, Preise künstlich zu bewegen. Wir haben bereits zwei Artikel zu „Marktmanipulation am Kryptomarkt“ geschrieben.

 
 
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Nachrichtenquelle:
alternet.org

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