50 Mio. Token von Trade.io gestohlen! Notfall Hard Fork wegen Hack

 

Trade.io, ein Schweizer Blockchain Unternehmen, das sich als das "Next-Generation-Finanzinstitut" präsentiert, wurde vor kurzem gehackt. Dabei wurden 50 Millionen hauseigene TIO Token gestohlen.

 
 

Laut Jim Preissler, CEO von Trade.io, wurde am Sonntag, dem 21. Oktober (gegen 14:40), das eigene Sicherheitsteam, aufgrund einer großen ausgehenden Transaktion aus der eigenen Cold Wallet, benachrichtigt. Dabei wurden dem Unternehmen etwa 50 Millionen TIO Token gestohlen. Es handelt sich um Token im Wert von 8,5 Millionen Dollar. Nach wenigen Stunden ist der Preis der gestohlenen Token bereits auf knapp 7 Mio. USD gesunken. Tendenz fallend.

 
 

Laut Fakten ist folgendes passiert:

  1. Um etwa 14:40 (08:40 EST) wurden 50 Millionen TIO aus einer Cold Wallet von trade.io gestohlen.

  2. 1.3 Millionen TIO (etwa 221.000 $ zum Zeitpunkt des Hacks) wurden an zwei verschiedene Börsen, KuCoin und Bancor, transferiert.

  3. Der Handel mit den TIO Token wurde von KuCoin deaktiviert. Bei Bancor wurde der Token sogar unverzüglich entfernt.

  4. Das Geld war für den hauseigenen „Liquititätspool“ bestimmt.

  5. Das Unternehmen denkt nun scharf über einen Hard Fork nach. Die Entscheidung wird heute (Montag - 22.10.2018) bekannt gegeben, obwohl bereits ein Entschluss, laut ihrem Telegram Channel, feststehen soll.

Der Handel wurde auch umgehend auf der eigenen Plattform von Trade.io deaktiviert. Dies soll so bleiben, bis alles geklärt worden ist. Unter solchen Umständen könnte das aber noch Tage, wenn nicht sogar noch Wochen, andauern.

 
 

Herrscht gerade das Chaos?

Interessanterweise heißt es in der Bekanntmachung, dass man die TIO Token nur auf trade.io weiter handeln soll bzw. darf. Im Artikel selbst, ebenso wie in ihrem Telegram Channel, wird jedoch gesagt, dass dies deaktiviert wurde und man unverzüglich mit dem Handeln aufhören soll. Hier merkt man, dass durch den Hack offensichtlich viel Stress und Chaos zurzeit herrscht.

Was jedoch feststeht ist, dass auf der Grundlage von Etherscan-Aufzeichnungen bestätigt werden kann, dass aus dem Liquiditätspool, welches auf einer Cold Wallet aufbewahrt wird, die entsprechendes Token entwendet worden sind.

 
 

Das Unternehmen erklärt:

"Wir verwenden von der Industrie empfohlene Cold Wallets, die in Sicherheitsschränken in Banken aufbewahrt werden, zusammen mit allen entsprechenden Materialien. Wir haben bestätigt, dass die Schließfächer nicht beschädigt wurden."

 
 

Notfall Fork in Planung

In diesem Augenblick prüft das Unternehmen verschiedene Optionen, um ihre Investoren und Kunden zu schützen. Eine davon ist ein Hard Fork, mit dem Ziel, die gestohlenen 50 Millionen TIO Token wertlos zu machen. Dabei soll der Wert der anderen TIO Token geschützt und erhalten bleiben, indem die gestohlenen Token gekennzeichnet werden und damit „rückverfolgbar“ sein sollen.

 
 

Was ist ein Liquititätspool?

Trade.io bietet eine Darlehensmöglichkeit, den sogenannten Liquidity Pool, an. Bei diesem hat man die Möglichkeit dem Pool eine bestimmte Anzahl an TIOs zu leihen. Im Gegenzug erhalten die Teilnehmer Zinsen für das Verleihen ihrer TIO. Je mehr der Pool dabei erzeugt und je mehr man selbst dazu beiträgt, desto höher ist der Betrag, den man erhält.

Mit der Entscheidung zum Hard Fork will man sicher gehen, dass die Teilnehmer des Liquiditätspools ihre Ausschüttungen ununterbrochen erhalten. Auch der Beitritt des Liquiditätspools soll weiterhin jederzeit möglich sein.

 
 

Entscheidung soll aber doch schon feststehen?

Laut einer Telegram Nachricht aus ihrem Channel, steht die Entscheidung bereits mit Sonntag fest. Es soll ein Hard Fork stattfinden. Jedoch ist noch unklar, wann dieser stattfinden wird, und ob der Token weiterhin ein ERC20 Token bleibt. Man überlegt sogar die Blockchain des Tokens zu verändern.

 
 
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Nachrichtenquelle:
medium.com
financemagnates.com

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