Banken schließen sich zusammen, um digitale Währungen zu erforschen

Kryptowährungen werden von einer Gruppe banken nun tiefer erforscht.
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Die Bank von England hat offiziell angekündigt, dass sie mögliche Anwendungsfälle für digitale Währungen der Zentralbank (CBDCs) genauer untersuchen wird.

Einige große Zentralbanken schufen mit der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) eine Gruppe zur gemeinsamen Erforschung der digitalen Währungen von Zentralbanken (CBDC). Laut einer Pressemitteilung von der Bank of England (BoE) werden die genannten Institutionen ihre Erfahrungen mit anderen Gruppenmitgliedern teilen und mögliche Anwendungsfälle für Zentralbank-Währungen (CBDC) in ihren jeweiligen Rechtsgebieten untersuchen.

Diese Banken sind in der Gruppe:

  • Bank von Kanada
  • Bank von England
  • Bank von Japan
  • Europäische Zentralbank
  • Schwedische Reichsbank (Sveriges Riksbank)
  • Schweizerische Nationalbank

Die Gruppe von sechs Zentralbanken und die BIZ werden nun „die Anwendungsfälle des CBDC, die wirtschaftlichen, funktionellen und technischen Gestaltungsmöglichkeiten, einschließlich der grenzüberschreitenden Interoperabilität, sowie den Wissensaustausch über neue Technologien“ bewerten. Die Gruppe wird sich auch eng mit den relevanten Institutionen und Gremien abstimmen – insbesondere mit dem Financial Stability Board und dem Committee on Payments and Market Infrastructures (CPMI), sagte die BoE.

Mindestens zwei Zentralbanken der Gruppe – die Sveriges Riksbank und die Europäische Zentralbank – sind bereits dabei, ihre souveränen digitalen Währungen zu entwickeln. Auch die Bank von Kanada und die schweizerische Nationalbank forschen seit einiger Zeit über CBDCs. Die Beteiligung der BoE und der Bank of Japan an der Gruppe scheint eine neue Entwicklung zu sein. Im August sagte der Gouverneur der BoE, Mark Carney, dass eine von der Zentralbank unterstützte digitale Währung den US-Dollar als globale Hedge-Währung ersetzen könnte.

Digitale Währungen in Anmarsch

Auch die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, ist in Bezug auf die CBDCs optimistisch. Anfang dieses Monats sagte Lagarde, dass die CBDCs den Bürgern ein Mittel zum Umtausch bieten könnten, falls „das physische Bargeld irgendwann einmal abnehmen sollte“. Mindestens 18 Zentralbanken entwickeln derzeit digitale Währungen, so die Untersuchung von The Block. The Block schloss nicht die Zentralbanken ein, die angekündigt haben, dass sie darüber nachdenken, digitale Währungen auszugeben oder Untersuchungen dazu durchzuführen.

Die chinesische Zentralbank scheint im CBDC-Rennen vor anderen Zentralbanken zu liegen. Die People’s Bank of China (PBoC) sagte kürzlich, dass sie das „Top-Level“-Design ihrer digitalen Währung abgeschlossen hat. Die PBoC erforscht und entwickelt ihre digitale Währung seit 2014. Der mit Spannung erwartete digitale Yuan wird zunächst an Geschäftsbanken verteilt werden und dann können Benutzer und Unternehmen digitale Wallets (digitale Geldbörsen) bei diesen Geschäftsbanken registrieren, erklärte die PBoC kürzlich.