Bericht: Krypto-Scammer erzielen 33% weniger Einnahmen während Corona-Krise

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Trotz der zunehmenden Betrügereien mit dem Coronavirus verdienen Kriminelle weniger als je zuvor, so ein Chainalysis Bericht.

Betrüger entwickeln stets neue Methoden, um Menschen auf die verschiedensten Weisen abzuzocken. Die aktuelle Corona-Krise ist hier keine Ausnahme. Kriminelle Akteure versuchen vermehrt die Angst und Unsicherheit der Menschen auszunutzen, um davon zu profitieren. Doch obwohl solche Betrügereien mit dem Coronavirus zunehmen, zeigen Untersuchungen von Chainalysis, dass Krypto-Betrüger insgesamt weniger verdienen als sonst.

Der Bericht zeigt, dass die Bitcoin-Einnahmen um 33 % gesunken sind. Seit dem 8. März ist der durchschnittliche wöchentliche Betrag, der von Krypto-Investitionsscams und dem Ponzi-Schemas (den beiden bislang beliebtesten Formen der Krypto-Betrügereien) erzielt wird, von 4,2 Millionen Dollar auf knapp 2,9 Millionen Dollar (in Bitcoin) gefallen.

Auf der anderen Seite kam Chainalysis jedoch zu dem Schluss, dass die Zahl der an Betrüger gesendeten Zahlungen Anfang April sogar einen neuen Rekord seit Jahresbeginn erreichte. „Wir glauben, dass die Betrüger immer noch die gleichen Zahlungen von ungefähr der gleichen Anzahl von Opfern pro Monat erhalten. Die Zahlungen sind jetzt aufgrund des Preisverfalls der Kryptowährung einfach weniger wert“, so Chainalysis.

„Wir stellen fest, dass der Wertverlust fast ausschließlich durch den Preisverfall der Kryptowährung verursacht wird. Nahezu alle diese Betrügereien haben seit der Verschärfung der Krise Anfang März, den gleichen oder einen höheren Wert pro Tag in ihren einheimischen Coins erhalten … Während Covid-19 einige Betrüger mit neuen betrügerischen Geschichten versorgt, um Opfer anzulocken, haben die durch die Pandemie ausgelösten Preissenkungen der Kryptowährung das Einnahmepotenzial der größten Betrüger drastisch reduziert.“

Scammer versuchen ihr Glück mit den verschiedensten Betrugsfällen im Zusammenhang mit COVID-19. Diese umfassen unter anderem Phishing-E-Mails, in der die Betrüger z. B. ein Heilmittel gegen das Virus versprechen. Aber auch Erpressungsversuche kommen vor, bei denen Kriminelle damit drohen, die Familie der Opfer mit dem Coronavirus anzustecken, wenn diese nicht das Lösegeld in einer bestimmten Zeitspanne überweisen.