Bitcoin: Eine 51%-Attacke würde dem BTC kaum schaden

Bitcoin ist stark gegen eine 51% Attacke
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Andreas Antonopoulos, die bekannte Persönlichkeit aus der Bitcoin-Szene, sprach über den Grund, warum Bitcoin gegen solch einen Angriff beinahe immun ist.

Andreas Antonopoulos, der Autor von Mastering Bitcoin und Mastering Ethereum, sprach kürzlich in einer Q&A-Session auf YouTube über das Szenario, was im Falle einer 51-Prozent-Attacke passieren könnte. Obwohl Bitcoin relativ sicher vor Angriffen ist, ist die Zentralisierung des Minings eine allgemeine Sorge, da sie zu einem 51%-Angriff führen könnte. Laut ihm ist ein solcher Angriff nicht nur ein sinnloser Aufwand, sondern auch ein teurer, wenn es sich um ein größeres Netzwerk, wie beispielsweise um die Bitcoin-Blockchain, handelt.

Antonopoulos stellte fest, dass obwohl ein 51-Prozent-Angriff passieren kann, es „nicht wahr“ sei, dass der Angreifer die gesamte Blockchain verändern und übernehmen könne:

„Ein 51-Prozent-Angriff kann die Regeln langfristig nicht ändern, sie können die Regeln kurzfristig nicht ändern, sie können keine betrügerischen Transaktionen erzeugen und sie können keine betrügerischen Blöcke erzeugen, auch keine Blöcke, die nicht das erforderliche Proof Of Work haben.“

Der Autor erklärte weiter, dass jemand, der über 51 Prozent der Hash-Power kontrolliert, in der Tat damit eine wichtige Macht erhält. Er stellte fest, dass man mithilfe der Mehrheit der Hash-Power das Netzwerk neu organisieren könnte. Blöcke die vor kurzem geschürft wurden, könnten dadurch in der Blockchain neu organisiert und durch eigene Blöcke ersetzt werden. Man könnte also Transaktionen „verschwinden lassen“, jedoch höchstens nur die letzten sechs Blöcke, so Antonopoulos. Dies sei auch der Grund, warum man meistens sechs Bestätigungen benötigt, bevor eine Transaktion wirklich genehmigt werden kann.

Er erklärte jedoch, dass der erforderliche Aufwand für die Neugestaltung des sechsten Blocks „enorm“ sei, und fügte hinzu, dass dieser Anrgiff „einen sehr großen Energieaufwand“ mit sich bringt. Der Bitcoin-Befürworter gab weiter an, dass ein 51-Prozent-Angriff die geltenden Regeln der Bitcoin-Blockchain nicht „ändern“ könne, da die anderen Nodes sie einfach ablehnen würden.

Dies wiederum würde zu einem Hard Fork führen, wodurch ein Altcoin entstehen und somit von niemandem akzeptiert werden würde. Er fügte hinzu, dass die gleiche Theorie auch für die Erstellung von betrügerischen Transaktionen gelte, da diese auch vom Rest des Netzwerkes abgelehnt werden würden, da „jeder Node, jede Transaktion und jeden Block validiert“.

Beinahe unmöglich das Bitcoin jemals eine Attacke erleben wird

Ein 51%-Angriff ist nicht nur schwierig und risikoreich, sondern auch sehr teuer. Vor allem hätte solch ein Angriff auf der Bitcoin-Blockchain „nur einen sehr geringen möglichen Nutzen“. Dies sei auch der Grund dafür, dass in der „gesamten Geschichte der Proof-of-Work-Chains“ ein 51-prozentiger Angriff nur in Blockchain-Netzwerken mit „sehr, sehr geringer Sicherheit“ stattfinde.

Er sagt:

„Das ist bei Bitcoin nie passiert und es ist noch schwieriger solch einen Angriff bei Bitcoin passieren zu lassen, weil wir bei Bitcoin den Vorteil von dediziertem ASIC-Equipment haben, das nicht von einer anderen Chain umgeschaltet werden kann, weil es in anderen Blockchains nicht wirklich verwendet wird und als Folge davon ist alles [Hash-Power] bereits in Bitcoin“.

Ein Angriff passiert nur, wenn die Blockchain relativ neu ist oder einen „katastrophalen Zusammenbruch ihres Proof-of-Work durch einen Fork“ erfahren hat, was dazu führt, dass die Blockchain durch die Verschiebung der Hash-Power anfällig für einen Angriff ist.