Bitcoin P2P-Handelsvolumen in Venezuela und Argentinien auf Allzeithoch

Bitcoin Nachfrage stieg die letzten Wochen in Argentinien und Venezuela gewaltig.
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In Venezuela und Argentinien hat das wöchentliche Handelsvolumen von Bitcoin (BTC), in den jeweiligen Landeswährungen, ein Rekordhoch erreicht.

In Lateinamerika steigt das Interesse an Kryptowährungen, insbesondere an Bitcoin. Das wöchentliche BTC-Handelsvolumen der beliebten Bitcoin-Peer-to-Peer-Handelsplattform LocalBitcoins in Venezuela und Argentinien hat erheblich zugenommen. Daten der Krypto-Statistik-Plattform CoinDance zeigen, dass die Handelsaktivität mit LocalBitcoins in der vergangenen Woche zugenommen hat, was zu einem neuen wöchentlichen Bitcoin-Volumen in den lokalen Währungen in Venezuela und Argentinien geführt hat.

Zwischen dem 15. und 21. Dezember wurden in Venezuela 248 Milliarden Bolivars (ca. $24,8 Millionen) auf LocalBitcoins gehandelt, was 18,46% mehr als in der Vorwoche und ca. 20,67% mehr als in der ersten Dezemberwoche ist.

Obwohl das Handelsvolumen (BTC/ARS) in Argentinien nicht so hoch war wie das von Venezuela (BTC/VEF), war der Anstieg im Vergleich zu dem, was in den Wochen zuvor gehandelt wurde, gigantisch. Vom 15. und 21. Dezember wurden mehr als 32,6 Millionen argentinische Pesos (ca. $544.905) auf LocalBitcoins gehandelt, was einer Steigerung von 51,6% gegenüber der Vorwoche entspricht.

Was hat den die starke Nachfrage verursacht?

Beide Grafiken von oben zeigen, dass das P2P-Transaktionsvolumen in Venezuela und Argentinien seit Mitte des Jahres stetig gestiegen ist. Der Grund liegt in der düsteren Wirtschaftslage in der Region. Viele lateinamerikanische Länder, darunter Venezuela und Argentinien, stehen vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Problemen, wie dem Zusammenbruch ihrer Währungen und der Nahrungsmittelkrise. Experten gehen davon aus, dass sich diese Situation auch nicht bald ändern wird.

Darüber hinaus ist Argentinien auch mit sozialen und politischen Problemen konfrontiert, die sich aus den strengen Methoden ergeben, die zur Wiederbelebung der Wirtschaft eingesetzt werden sollen. Bereits im November hat die argentinische Zentralbank (BCA) eine Reihe von Richtlinien herausgegeben, die das monatliche Ausgabenlimit auf 200 Dollar reduzieren und die Verwendung von Kredit-, Debit- und Prepaid-Karten für den Kauf von Bitcoin verbieten.