Bitcoin: Privatsphäre stellt eine große Hürde dar, sagt Riccardo Spagni

Sicherheitskamera Privatsphäre
Bild von unsplash.com

Wird Bitcoin jemals eine Privatsphäre besitzen oder bleibt der BTC immer durchsichtig? Insider sprachen in einer Youtube Talk-Show darüber.

Seit dem Allzeithoch hat Bitcoin viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und langsam wird die führende Kryptowährung zum meist diskutierten Thema in der Fin-Tech-Branche, was wiederum Fragen hinsichtlich ihrer Adoption aufwirft. In der letzten Episode von Magical Crypto Friends sprechen die Insider Riccardo Spagni, Charlie Lee, WhalePanda und Samson Mow über die größten Hindernisse, die Bitcoin jetzt überwinden muss. Die Liste umfasst Privatsphäre, Benutzerfreundlichkeit, Aufklärung und Betrug.

Riccardo Spagni, ein ehemalige Hauptentwickler von Monero, sprach ein Thema davon an und sagte, dass „die Privatsphäre ein großer Kampf sein wird“, wenn auch ein interessanter. Infolgedessen erklärte CSO Mow von Blockstreams, dass einige Leute glaubten, dass Bitcoin niemals ein Datenschutzprotokoll auf dem Base Layer haben wird. Er fügte hinzu, dass es keinen „starken Druck oder ernsthafte Unterstützung dafür gegeben hat“.

Der Entwickler von Litecoin, Charlie Lee, erklärte, dass Bitcoin auf dem Base Layer möglicherweise nicht privat sein wird. Er betonte jedoch, dass „die Menschen immer mehr finanzielle Privatsphäre wollen“. Lee fügte hinzu, dass es nicht darum geht, ob es passieren wird, sondern „wo es passiert“. Darauf antwortete Spagni metaphorisch: „Vielleicht werden die Leute, nachdem sie sich ein paar Mal verbrannt haben, das auch wollen. Ich glaube, die Leute verbrennen sich einfach nicht genug.“

Im Anschluss daran behauptete der beliebte Bitcoin-Maximalist „WhalePanda“, dass die Hauptsorge um die Privatsphäre darin bestehe, dass die institutionellen Akteure nicht in den Bitcoin-Markt eintauchen und die Kryptowährung nicht gelistet wird, was wiederum einen Schlag auf die Adoptionsseite auslöst. Er ist auch der Meinung, dass „die Benutzerfreundlichkeit eines der Hauptprobleme ist, wie bspw. Wallets, die man mit Bitcoin und Lightning gleichzeitig benutzen kann“.

WhalePanda fügte hinzu:

Die Benutzerfreundlichkeit ist wirklich etwas, was sich in den letzten zwei Jahren sehr verbessert hat, denke ich. Aber, das ist meiner Meinung nach auch wirklich notwendig“.

Spagni widersprach der Aussage von WhalePanda. Er ist vielmehr der Meinung, dass die Benutzerfreundlichkeit sich für diejenigen verbessert hat, die „mit der Funktionsweise vertraut sind“, und nicht für Anfänger. Er fügte hinzu, dass sie sich „nur sehr langsam verbessert“.

Mow sagte:

„Ich denke, wir werden immer besser, es braucht nur viel Zeit und Benutzerfreundlichkeit ist nicht etwas, auf das sich die Entwickler besonders in diesem Bereich konzentrieren, denke ich.“

Lee stimmt mit Spagnis Bemerkung überein und meint, dass trotz des langsamen Fortschritts der Bitcoin-Raum allmählich die Probleme der Benutzerfreundlichkeit löst. Er fügte hinzu, dass es schwer sei Lightning vollständig zu mögen, da die Custodial Lightning-Wallets viel einfacher zu benutzen sind als die Non-custodial.

„Das Benutzererlebnis ist bei Custodial Wallets viel besser, aber das ist immer der Fall. Es ist also ein Kompromiss. Die Frage ist doch, wo es für dich tatsächlich in Ordnung ist, ein bisschen auf Sicherheit zu verzichten, um eine einfache Bedienung zu haben, und wo ist es für dich nicht okay.“

Frei übersetzt