Bitcoin und Krypto-Verbot von YouTube war ein Fehler

Bitcoin und Krypowährung Videos sind wohl zu Unrecht von YouTube gebannt und verboten worden.
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YouTube behauptet, dass das Krypto-Verbot ein Fehler war: Betroffene Videos sollen wiederhergestellt werden. Aber ein Blick auf YouTube sagt etwas anderes.

Ohne Vorankündigung begann der Gigant damit, kryptobezogene Videos wegen „schädlicher“ Inhalte zu verbieten und zu entfernen. Trotzdem ist es laut YouTube kein Krypto-Verbot, sondern eher ein „Fehler“, und alles soll wiederhergestellt werden. Der „Fehler“ eskalierte am folgenden Tag weiter und erhielt sogar einen inoffiziellen Namen – Youtube’s Crypto Purge. Bei so vielen betroffenen Influencer begann die Community über verschiedene mögliche Theorien zu spekulieren, warum dies geschehen ist.

YouTuber, die Content über Bitcoin und anderen Kryptowährungen erstellt haben, konnten sieben Tage lang keine neuen Inhalte veröffentlichen. Es wurden außerdem viele Videos von der Plattform entfernt. Der Gigant behauptet aber, dass es keine Änderung in der Politik gegenüber Kryptowährungen gegeben hat und dass alle betroffenen Videos ohne irgendeiner Strafe wieder online gehen können.

Ein YouTube-Sprecher sagt:

„Bei der enormen Menge an Videos auf unserer Seite, machen wir manchmal den falschen Griff … Wenn wir darauf aufmerksam gemacht werden, dass ein Video irrtümlich entfernt wurde, handeln wir schnell, um es wiederherzustellen.“

Trotzdem behaupten einige YouTuber, dass ihre gelöschten Videos weiterhin unzugänglich sind. Chris Dunn, der einen Investment-Bildungskanal mit 211.000 Abonnenten und einer mehrjährigen Videosammlung betreibt, sagt, dass die Bereinigung tatsächlich schlimmer geworden ist, seit er erfolgreich gegen seine Löschungen Berufung eingelegt hat. „Heute hat YouTube nicht nur die Videos, die sie gestern wieder eingestellt haben, sondern auch mindestens ein weiteres Video, das sie noch nie zuvor gelöscht hatten, entfernt“, so Dunn.

Viele YouTuber machen sich nun Gedanken, ob eine zentrale Video-Plattform die Richtige ist für solch einen Content. Das jüngste Beispiel zeigt, wie schnell es gehen kann, jahrelang erarbeitete Reichweite in wenigen Sekunden zu verlieren. YouTube kann jederzeit die Reichweite einschränken, beispielsweise durch eine geänderte Richtlinie in den AGB oder weil durch andere Gründe kryptobezogener Content nicht mehr vertretbar ist auf ihrer Plattform.