Bitmain nähert sich einer 51% Hashrate im Bitcoin-Netzwerk

Bitcoin Mining-Gigant Bitmain hat in der vergangenen Woche 42% aller Bitcoin-Blöcke gemined und nähert sich damit der Kontrolle einer Mehrheit von 51% der Netzwerk-Hashrate.

Wenn es eine Sache gibt die Kryptowährung-Befürworter zum Hyperventilieren bringt, dann dass jemand die Kontrolle über ein Krypto-Netzwerk gewinnt. Ein solches Ereignis tritt ein, wenn ein Unternehmen 51 Prozent der Hashrate des Netzwerks kontrolliert, also die gesamte Energie, die zum Senden und Bestätigen von Transaktionen innerhalb dieses Netzwerks verwendet wird. Jetzt scheint es, dass Bitmain immer näher an diese 51 Prozent beim Bitcoin (BTC) herankommt.

Bitmain derzeit bei 42%

Im Moment hat Bitmain 42 Prozent des Bitcoin-Netzwerks durch zwei getrennte Unternehmen. Der Produktions- und Miningriese besitzt sowohl BTC.com mit einem Anteil von 25,6%, als auch Antpool mit einem Anteil von 16,7%. Beide machen derzeit 42,3% der gesamten Netzwerk-Hashrate aus.

Großer Vorteil gegenüber anderen

Bitmain hat mit der Herstellung und dem Einsatz eigener Produkte im Bereich Mining einen großen Vorteil gegenüber seinen Wettbewerbern. Sie stellen anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs) her, die Bitcoins schneller minen können als High-End-Grafikprozessoren (GPUs). Darüber hinaus bieten Sie Cloud Mining als Dienstleistung an, in denen sich die Miner zusammenschließen und letztlich ihre Mining Kosten senken können.

Des Weiteren schürft Bitmain auch Bitcoin Cash (BCH) mit seinen ASIC-Minern – da BTC und BCH nach dem gleichen Algorithmus arbeiten. Wenn Bitmain das Minen von BCH einstellt und stattdessen 100% seiner Ressourcen für das Schürfen von BTC verwenden würde, könnte es theoretisch etwa 45% der gesamten Bitcoin-Hashrate erreichen.

Dies kommt der Mehrheit von 51% sehr nahe und würde Bitmain theoretisch in die Lage versetzen, einen 51%igen Angriff auf das Bitcoin-Netzwerk durchführen zu können, um Transaktionen zu stoppen oder doppelte Ausgaben (Double-Spending) zu tätigen.

Befürchtungen und Sorgen

Es gibt einige Befürchtungen, dass Probleme auftreten können, wenn Bitmain einen Anteil von 51 Prozent erreicht. Eine Sorge besteht darin, dass die Kryptowährung, zum einen die Dezentralisierung verlieren würde. Ein weiterer beunruhigender Gedanke ist, dass sich jemand in Bitmain hacken und die Kontrolle übernehmen könnte, wodurch das gesamte Bitcoin-Netzwerk ins Chaos gestürzt wird, sollte so ein Fall auftreten.

Allerdings sind die Chancen eines solchen Geschehens, nicht allzu groß. Bitmain hat ein großes Interesse daran, das Bitcoin-Netzwerk voranzubringen und gesund zu erhalten. Immerhin hat das Unternehmen im vergangenen Jahr zwischen 3 und 4 Milliarden Dollar verdient. Das Unternehmen könnte auch den Preis seiner ASICs senken und sie verkaufen, um die Miningpower der Wettbewerber zu erhöhen.

Abschließend

Es wird interessant sein zu sehen, was passiert. Die Kosten für das Minen von Bitcoins steigen mit zunehmender Schwierigkeit des Minings weiter an. Es besteht die Möglichkeit, dass eine andere Firma einen revolutionären neuen ASIC entwickelt und an die Spitze der Mining-Welt springen könnte.

Nachrichtenquelle:
livebitcoinnews.com
bitcoinist.com

Bildquellen:
#189930519 – © pickup / Fotolia.com – Titelbild
Blockchain.info – Hashrate Verteilung

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