Craig Wright sagt, er habe keinen Zugang zu seinen 3,5 Milliarden Dollar in BTC

Bitcoin in Höhe von 3 Milliarden Dollar. Auf diese hat Craig Wright wohl keinen Zugriff mehr.
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Der selbsternannte Bitcoin-Schöpfer sagt, dass er die Bitcoins, die er dem Kleiman-Nachlass schuldet, nicht zurückgeben kann.

Der Mann, der behauptet, die weltweit größte Kryptowährung geschaffen zu haben, wurde von einem Richter angewiesen, etwa 3,5 Milliarden Dollar seines Bitcoin-Besitzes abzugeben. Richter Bruce Reinhart entschied vor einigen Monaten, dass es sich bei Satoshi Nakamoto um eine Partnerschaft aus drei Personen handelte, die anscheinend aus Craig Wright, Dave Kleiman und einer dritten Person bestand. Als Dave Kleiman starb, ging die Partnerschaft auf Ira Kleiman über.

Der Fall begann 2018, als Ira (Daves Bruder) eine 10-Milliarden-Dollar-Klage einreichte und Wright aufforderte, 50% der Bitcoins zurückzugeben, die er während seiner Partnerschaft mit Dave geschürft hatte. Ira wollte auch 50% des geistigen Eigentums, an dem Dave und Craig in dieser Zeit gearbeitet hatten. Aber Craig Wright sagt jetzt, dass er das vielleicht nicht kann. Sobald Ira Kleiman Wrights Bitcoins erhalten hätte, hätte er sofort alle seine BTC-Vorräte verkauft.

Angesichts der enormen Menge, die auf den Markt kommen würde, hätte dies zu einem starken Preisverfall bei Bitcoin geführt. Das wird aber vorerst nicht passieren. Wie Craig Wright nämlich Bloomberg mitteilte, kann er die 3,5 Milliarden Dollar in Bitcoins nicht innerhalb der ihm gewährten Frist zurückgeben, da das fragliche Bitcoin-Versteck verschlossen ist. Wright sagt, dass er derzeit keinen Zugang zu den Private Keys hat, um darauf zuzugreifen und er deswegen nicht in der Lage ist, die Bitcoins zu versenden.

Craig Wrights „Beweis“ für seine Satoshi-Identität

Craig Wright (Faketoshi) ist eine umstrittene Figur in der Krypto-Szene, wobei viele davon überzeugt sind, dass er den Bitcoin nicht erfunden hat und keine umfangreichen Bestände besitzt. Dennoch waren einige Investoren besorgt, dass ein Dump der Bitcoins, die angeblich in einem komplizierten Treuhandvermögen eingeschlossen sind, den Markt beeinflussen könnte. Berichten zufolge soll Craig Wright und Dave Kleiman 1,1 Millionen BTC geschüft haben.

Vor etwa einer Woche zeigte Craig Wright während eines Skype-Interviews ein Dokument, das bestätigen soll, dass er es war, der sich das inzwischen bekannte Pseudonym Satoshi Nakamoto ausgedacht hat. Wright sagte, dass er von Tominaga Nakamoto, einem berühmten japanischen Philosophen, inspiriert wurde. Nakamoto erwähnte auch ‚ehrliches Geld‘ in seinen Schriften und Wright sagte, dass dies ihn inspirierte, Bitcoin zu erschaffen. Das Dokument, das Craig während des Interviews auf Skype zeigte, ist jedoch zu verschwommen, um alle Details zu erkennen.