Craig Wright versucht sich aus 658.000 Dollar Anwaltskosten zu befreien

Der berüchtigte Faketoshi Craig Wright akzeptiert keine Niederlage und versucht sich nun aus der Zahlung von 658.000$ Anwaltskosten herauszuretten.

Wer dachte, dass der führende Möchtegern Satoshi-Nakamoto Craig Wright endlich seine Niederlage akzeptiert und wieder in Vergessenheit gerät, muss enttäuscht werden. Obwohl er den Kleiman-Fall bereits im August verloren hat, versucht Wright immer noch, sich aus der Zahlung der hohen Anwaltskosten von 658.000 Dollar herauszuwinden.

Die bisherige Geschichte

Craig Wright behauptet, dass er Bitcoin im Jahr 2009 erfunden hat und gemeinsam mit seinem verstorbenen Geschäftspartner Dave Kleiman 1,1 Millionen Bitcoins geschürft hat. Als Kleiman 2013 an MRSA erkrankte, überließ er Wright die Bitcoins in einen sogenannten „Tulpenfonds“.

Kleimans Bruder Ira verklagte Wright im Februar 2018 und sagte, dass ein Teil der Bitcoins ihm gehörten, da er Dave’s Erbe ist. Dies tat Ira trotz Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass die umstrittenen Bitcoins weder im Besitz von Wright noch von Kleiman waren. So wurde Wright angewiesen Satoshis Bitcoins nachzuweisen und legte gefälschte Unterlagen vor, um seinen Verliererfall zu untermauern.

Er scheiterte dabei. Schließlich fand der Richter im August dieses Jahres Wright für „nicht glaubwürdig“ und entschied gegen ihn. Der Richter ordnete an, dass Wright die Anwaltskosten von Kleiman zu tragen hat und ihm die Hälfte seiner BTC übergeben muss.

Craig Wright: Gebühren sind „unbegründet“

Damit hätte das Ganze eigentlich beendet sein sollen, doch beide Parteien einigten sich auf eine Verzögerung, um einen außergerichtlichen Vergleich auszuhandeln. Möglicherweise lag das daran, dass Ira Kleiman erkannt hatte, dass die 50% der 1,1 Millionen Bitcoin, von denen ihm jeder erzählte, dass Craig Wright sie nicht tatsächlich hatte, nicht viel wert sein würden. Es konnte jedoch kein akzeptabler Deal ausgehandelt werden, was schließlich dazu führte, dass Kleimans Anwalt einen Antrag auf 658.000 Dollar an Anwaltskosten stellte.

In seiner neuesten Einreichung verlang nun Craig Wright, dass dieser Antrag vollständig abgelehnt wird. Falls dies nicht möglich ist, soll ein Beweisverfahren angeordnet werden, da die geforderten Stundensätze und die aufgewendete Zeit scheinbar unangemessen sind.

Und es scheint, als ob Craig nicht ganz Unrecht hat, wenn man bedenkt, dass einer von Kleimans Anwälten, der gerade einmal zwei Jahre Erfahrung hat, 690 Dollar pro Stunde berechnet. Außerdem wird dies in anderen Unterlagen zu einem anderen Studensatz angegeben. Darüber hinaus rechnen die beiden Anwälte von Kleiman mit fast 720 Stunden Arbeit für zwei Anträge (insgesamt elf Seiten) und einer Beweisaufnahme von etwa 13 Stunden.

Craig Wright argumentiert auch, dass der Antrag auf die Zahlung der Gebühren nicht rechtzeitig gestellt wurde, obwohl man vermutet, dass dies weitgehend auf den angeblichen Versuch zurückzuführen ist, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Schütze deine Kryptowährungen…
…mit dem NEUEN Ledger Nano X – Hier geht’s zum Testbericht

In dem anscheinend immer unwahrscheinlicher werdenden Fall, dass Wright die umstrittenen Bitcoins herausrücken wird (oder kann), sieht Kleiman vielleicht seine einzige Chance, durch einen überhöhten Gebührenanspruch finanziell zu gewinnen. Oder vielleicht liegt es allein an den Anwälten?

Craig Wrights Klagen gehen weiter

Während Wright sich in diesem Gerichtsverfahren durch einen Haufen schlecht gefälschter Dokumente durchwurstelt, ist dies nur der Anfang von Craigs Klagen. Viel interessanter wird es sein, wie er versucht, eindeutig zu beweisen, dass er Satoshi Nakomoto in dem laufenden Peter McCormack-Verleumdungsfall ist. Im Oktober schienen sich seine Beweise vor allem auf Kaffeeflecken und rostige Klammern zu stützen. Die Frage ist was er wohl als nächstes hervorbringen wird.


Bildquelle: #615384 – © FirmBee / pixabay.com