Dezentrale Identität: Coinbase plant einjähriges Experiment

 

Eines der größten Unternehmen in der Krypto-Welt experimentiert mit der Möglichkeit, seinen Nutzern mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu geben.

 
 

Coinbase beschäftigt sich derzeit mit einer Lösung für Identitäten, die dezentral verwaltet werden sollen. Byrne, der Produktmanager des Identitätsteams von Coinbase, sagte gegenüber CoinDesk, er wolle "den Menschen helfen, mehr von dem zu besitzen, wer sie online sind".

Byrne's Ansatz, der exklusiv nur für CoinDesk veröffentlicht wurde, basiert auf der Schaffung von Brücken zwischen Coinbase Produkten, wie z.B. der hauseigenen mobilen Wallet, mit einem integrierten Explorer für dezentrale Applikationen (dApps).

 
 

Er erklärt:

"Ich schaue mir dApps an, und wer von unseren Kunden welche dezentralen Applikationen verwendet. Das ist wahrscheinlich ein guter Indikator dafür, welche Art von Aktivitäten [unsere Kunden] auf On-Chain-Basis durchführen wollen."

 
 

So soll das neue Projekt starten

Der beste Weg, um mit diesem Projekt zu beginnen, liegt darin, als erstes eine kleine Testgruppe von Coinbase-Anwendern zu finden, die einen echten Mehrwert aus der Kontrolle ihrer persönlichen Daten ziehen würden.

In den nächsten 12 Monaten, so Byrne, strebe sein Team an, dieses Experiment von wenigen Anwendern für eine größere Gruppe von dApp-Anwendern zu erhöhen.

 
 

Byrne erklärt:

"Wir denken, dass dieser Schritt ein wichtiger Teil unserer Zukunft ist, und wir denken bereits jetzt über die Werkzeuge nach, die wir dafür liefern müssen."

 
 

In diesem Zusammenhang sagte Byrne, dass sein Team mit anderen Projekten wie der „W3C Credentials Community Group“ zusammenarbeitet. Der Mitbegründer und Krypto-Veteran des W3C, Christopher Allen, erklärte gegenüber CoinDesk, dass die Gruppe darauf abzielt, im Januar eine Arbeitsgruppe für dezentrale Identifikatoren (DIDs) zu gründen.

 
 

Ob eine vollkommene dezentrale Identität möglich ist, ist fraglich

Ausgehend von einigen wenigen Coinbase Wallet Benutzern, hofft das Team von Byrne, weitere Nischengruppen zu finden, die von teilweise dezentralen Identitätslösungen in spezifischen, regulatorisch günstigen Kontexten profitieren könnten. Das Schlüsselwort liegt hier bei "teilweise".

 
 

"Wir wollen die Benutzer von [Coinbase] schützen und sicherstellen, dass es wirklich sicher ist. Ich verbringe Zeit damit, über die Sozialversicherungsbehörde oder das DMV (Department of Motor Vehicles) nachzudenken, weil sie heute die Träger von so vielen Identitäten sind."

Byrne

 
 

Joseph Weinberg, Vorsitzender des Datennetzwerks Shyft, sagte gegenüber CoinDesk, dass die gesamte Branche "bessere Wege finden und formalisieren" müsse, um Entwicklungsmodelle im Zusammenhang mit digitalen Identitäten zu standardisieren. Shyft arbeitet bereits mit Regierungsstellen auf den Bermudas und Mauritius zusammen, um Datenaustausch- und Datenschutztechnologien zu testen.

Basierend auf seinen eigenen Erfahrungen mit internationalen und konformen Datenschutzlösungen, äußert Joseph Weinberg gegenüber CoinDesk seine Bedenken, dass dezentrale Identitätslösungen es Krypto-Benutzern jemals ermöglichen werden, alle ihre persönlichen Daten selber zu kontrollieren.

Unabhängig davon sagte Weinberg noch, dass Unternehmen zusammenarbeiten könnten, um den Benutzern das Recht zu geben, zu entscheiden, wie der Datenaustausch ihrer persönlichen Daten ablaufen soll.

 
 
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Nachrichtenquelle:
coindesk.com

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