Erstes Plattenlabel vertreibt gesamte Musik auf der Ethereum-Blockchain

Das neue Plattenlabel, das auf der Ethereum-Blockchain vertrieben wird, soll Künstlern mehr Unabhängigkeit von der traditionellen Musikindustrie und eine möglichst effiziente Bezahlung ermöglichen.

Der DJ, Andre Allen Anjos (RAC), ist eine Partnerschaft mit dem Musiker Josh Legg (Goldroom) eingegangen. Gemeinsam haben sie ein neues Plattenlabel namens Minerva Music gegründet, das als erstes Unternehmen seine gesamte Musik über die Ethereum-Blockchain vertreiben wird.

Um dies zu verwirklichen, wird Minerva Music mit zwei Startups zusammenarbeiten. Einerseits Stem, das sich auf die Einnahmequellen der Künstler und Labels konzentriert und eine transparente Zahlungsstruktur verschaffen soll. Andererseits Ujo Music, das darauf abzielt, reibungslose Transaktionen zwischen Verkäufer und Verbrauchen anzubieten.

„Diese Partnerschaften ermöglichen es uns, flexible Geschäftsstrukturen in einer Weise umzusetzen, die vor einem Jahrzehnt unmöglich war.“

Legg (Goldroom)

Der Trendsetter-Musiker RAC ist in Sachen Blockchain-Technologie nicht unerfahren. Im Jahr 2017 veröffentlichte der Trendsetter-Musiker als erster Künstler ein Album in voller Länge, mit dem Titel EGO, auf der Ethereum-Blockchain. Dabei half das obenerwähnte Startup Ujo Music bei dem Aufbau seines Webshops, wo er sein Album mit Ether verkaufte.

Anjos (RAC) sprach über die Vision, die sie mit Minerva Music verfolgen:

„Unser Ziel ist es, Künstlern ein höheres Maß an Autonomie, eine stärkere Trennung von der traditionellen Musikindustrie und letztlich eine möglichst effiziente Bezahlung zu verschaffen.“

Minerva Records hat bereits mehrere Künstler für sich gewinnen können, damit diese die Blockchain-Technologie nutzen, um ihre Alben zu verbreiten. Zu diesen gehören Metsā, Chela, Nolan Garrett und die NASAYA. Die erste Veröffentlichung von Songs ist für den 8. Mai geplant.

Blockchain-Technologien haben jeden Tag mehr Anwendungsfälle

Es ist nicht das erste Mal, dass Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie in der Kunstszene Verwendung finden. Mehrere Künstler akzeptieren bereits Kryptozahlungen für ihre Alben. Andere hingegen haben betrügerische ICOs gegen Bezahlung unterstützt und deswegen eine Klage erhalten.

Mehr dazu: SEC: Klage gegen Floyd Mayweather & DJ Khaled – Hohe Strafen gefordert

Doch die Blockchain ist nicht nur für die Musikindustrie geeignet, sondern auch für die Filmbranche. Ein Beispiel wäre der Indie-Film „No Porto Necessary“, der am 10. Juli 2018 auf der Qtum Blockchain veröffentlicht wurde. Um den Film auf einem PC oder mobilen Gerät anzusehen, müssen Nutzer lediglich mit Qtum bezahlen.


Nachrichtenquelle:
ethereumworldnews.com
billboard.com

Bildquellen:
#225320549 – © nunawwoofy / Fotolia.com – Titelbild

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein