ETF-Trader betritt trotz Warnungen die Kryptowelt

Europas größter Händler von Exchange Traded Funds (ETFs), unternimmt die ersten Schritte in den Kryptowährungsraum. Ziel ist es von der Volatilität des aktuellen Marktes zu profitieren. Dies trotz der Tatsache, dass die Regulierungsbehörde gegen den Kauf und Verkauf von digitalen Währungen ist. Schauen wir uns einmal an, was die großen Trader zu sagen haben!

Laut Co-CEO Dennis Dijkstra wird Flow Traders als Erster börsengehandelte Notes (ETNs), auf Basis von Bitcoin und Ether, anbieten. Während fünf große US-Händler bereits Märkte für Kryptowährungs-Futures oder auch Terminkontrakte eröffnen, ist Flow Traders das erste Unternehmen, das den Kauf und Verkauf von Krypto-Noten bekannt gibt.

Allerdings nicht alle Kryptowährungen, sondern nur jene, die an regulierten Börsen notiert sind. Öffentlich gehandelte Anleihen oder Fonds würden die Attraktivität von virtuellem Geld als Anlageklasse erhöhen, indem sie eine einfache und billigere Möglichkeit bieten, in Bitcoin und Ether zu investieren.

Leute unterschätzen Krypto … Es ist groß und soll bald geregelt werden. Die Marktteilnehmer sind viel professioneller als man denkt. Institutionelle Investoren sind interessiert – wir wissen, dass sie es sind, weil wir viele Anfragen bekommen.

Dennis Dijkstra – CEO von Flow Traders

Anfällig für Missbrauch

Trotz dieser Begeisterung der Investoren, ist die niederländische Finanzmarktaufsicht (AFM) gegen den Schritt in den Krypto-Raum. Vor allem weil sie die digitalen Währungen nicht als Anlageklasse betrachten.

In einer Erklärung sagte Nienke Torensma, eine Sprecherin der AFM:

Wir raten von Aktivitäten in Kryptos sowohl von Verbrauchern als auch von professionellen Lizenznehmern ab. Aufgrund ihrer Neuheit und der Anonymität, ist sie sehr anfällig für Missbrauch. Angesichts der Unfähigkeit den versprochenen Zweck als Währung zu erfüllen, betrachten wir sie nicht als Anlageklasse.

Nienke Torensma

Die AFM mag Kryptowährungen nicht mögen, aber es gibt wenig was sie tun kann, um ein Unternehmen davon abzuhalten, regulierte Wertpapiere oder Derivate an einer regulierten Börse zu handeln.

Die Mainstream-Welle

Flow Traders macht seinen Schritt, als eine Reihe von Banken und Wertpapierfirmen noch in den jungen Kryptowährungs-Zug einsteigen wollen. Goldman Sachs Group Inc. richtet einen Digital Asset Trading Desk ein. Auch Barclays Plc ist mit an Bord und hat kürzlich vereinbart, Bankdienstleistungen für Coinbase Inc. in San Francisco anzubieten.

Wie schon zu erahnen war, es ist alles eine Frage der Zeit bis alles reguliert wird und die Kryptowährungen in aller Munde sind. Der Drang zum Mainstream ist ungebrochen, auch wenn der Wert von Bitcoin und seinesgleichen in diesem Jahr um mehr als 55 Prozent gesunken ist.

Die größte Sache ist, die Regulatoren an Bord zu behalten

Dennis Dijkstra

Wie sieht es derzeit aus mit den Regulierungen?

Wie auch in anderen Ländern will die AFM ein globales Abkommen zur Regulierung von Kryptowährungen. „Da Kryptos globaler Natur sind, glauben wir fest daran, dass nur eine globale regulatorische Antwort eine Chance hat, effektiv zu sein“, fügte Torensma hinzu.

Nachrichtenquelle:
newsbtc.com
bloomberg.com

Bildquellen:
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