ETH-Mitbegründer spricht über die Konkurrenz „EOS & TRON“

Ethereum-Mitbegründer Joe Lubin äußert seine kritischen Ansichten zu einigen beliebten Blockchains im Ökosystem, darunter die Favoriten Tron (TRX) und EOS.

In einem Interview mit Tom Shaughnessy, dem Gastgeber des Podcasts „51%“, machte Lubin deutlich, dass seine Erwartungen sehr anspruchsvoll sind und er sich nicht von Versprechungen oder von Marktkapitalisierungen mitreißen lässt.

Im Laufe des Gesprächs sagte er auch, dass Tron (TRX) und EOS es zwar geschafft haben, viele Investoren von sich zu überzeugen, fügte aber hinzu, dass beide Projekte die Erwartungen ihrer Nutzer nicht erfüllen können.

Tron (TRX) und EOS sind die Hauptkonkurrenten von Ethereum, wenn es um Anwendungsfälle geht. Diese drei Plattformen sind auf dApps ausgerichtet und obwohl Ethereum eine größere Anzahl von Entwicklungen im Gange hat, ist die Wachstumsrate von Tron und EOS viel schneller als die von Ethereum.

Fake it till you make it

Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass sich die Statistik in der Zukunft durchaus ändern kann. Lubin erklärte aber, dass die Philosophie hinter diesen beiden Blockchains (und anderen) einfach darauf beruht, mit Versprechungen und Improvisationen so viel Geld wie möglich zu verdienen.

„Einige Projekte beabsichtigen sicherlich, mit Ethereum zu konkurrieren, andere konzentrieren sich auf das Marketing, um mit Ethereum konkurrenzfähig zu sein – wie z. B. Tron und EOS. Beide haben irgendwie einen Ansatz gewählt, bei dem sie einen Haufen Geld gesammelt haben und dann nach dem Motto „Fake it till you make it“ vorgehen. Wir werden sehen, wie sich das entwickeln wird.“

(frei übersetzt)

Lubin stellte aber klar, dass Ethereum keineswegs ein exklusiver Club ist, in dem Rivalen nicht willkommen sind. Nein, denn Ethereum hat tatsächlich auch mit anderen „konkurrierenden“ Projekten zusammengearbeitet, die nützliche Technologien sowie ernsthafte Entwicklungen bieten.

„Es gibt noch andere gute Projekte im Raum, von denen viele von Anfang an enge Verbindungen zu Ethereum hatten…. Es ist ein erstaunlich kollaboratives Ökosystem. Es gibt sicherlich täglich eine Menge Konkurrenz, aber wir sind alle sehr freundlich.“

Vitalik Buterin spricht Klartext

Während Vitalik Buterin, ein anderer Ethereum Mitbegründer, wichtige Initiativen im Ökosystem unterstützt hat, zögerte er aber nicht, jene Projekte und Führungskräfte zu kritisieren, die er als giftig für die Gemeinschaft hält.

Dabei mag Buterin TRON scheinbar am wenigsten, wie er bereits einige Male verdeutlicht hat. Vitalik stellte gegen den CEO von Tron, Justin Sun, eine Beschuldigung auf, dass dieser das Whitepaper von anderen kopiert hat, um sein eigenes Dokument zu erstellen.

Dies war nicht das letzte Mal, denn auch während der Blockchain Connect Conference, die Anfang des Jahres stattfand, kritisierte Buterin die Konsensalgorithmen von Tron, EOS und ähnlichen Projekten. Er nannte sie „zentralisierte Müllstücke“.

„Oftmals, wenn ein Blockchain-Projekt behauptet, dass wir 3.500 TPS erreichen können, weil wir einen anderen Algorithmus haben, meinen wir damit wirklich, dass wir ein zentraler Müllhaufen sind, der nur funktioniert, weil wir sieben Knoten haben, die das ganze Ding laufen lassen.“

Nachrichtenquelle:
ethereumworldnews.com

Bildquellen:
#195754738 – © Vladimir / Fotolia.com – Titelbild

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