EU-Marktregulierer prüfen ICOs zur Festlegung von Vorschriften

Die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) hat angekündigt, dass sie Initial Coin Offerings (ICOs) prüft, um festzustellen wie sie reguliert werden sollten.

Die ESMA wurde 2011 in Frankreich mit dem Ziel gegründet, ein gemeinsames Regelwerk für die Finanzmärkte der Europäischen Union (EU) zu entwickeln und zu überwachen. Die ESMA arbeitet auch eng mit anderen Bereichen in der Finanzbranche zusammen wie Banken und Versicherungen.

Die Welt will Regulatoren!

Da Kryptowährungen und ICOs nun solche Ausmaße erreicht haben, will man ein für alle Mal Regulatoren finden, die ICOs reglementieren. Laut Reuters bewertet die ESMA ICOs, um zu prüfen, ob sie die bestehenden Wertpapiervorschriften von Fall zu Fall einhalten und welche Auswirkungen sie auf den Wettbewerb im Fundraising-Bereich haben.

Kein Verbot für ICOs

ICOs hatten es nicht leicht in der Vergangenheit. Die diversen Verbote und starken Regulierungen und Auflagen waren für viele Startups nicht mehr machbar. Deswegen konnte man nicht wirklich der Wirtschaftlichkeit und dem Nutzen von ICOs auf den Grund gehen.

Steven Maijoor, Vorsitzender der ESMA, sagte Berichten zufolge, dass es den ICOs schwergefallen sei, ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen und welche zusätzlichen Vorteile sie im Vergleich zur traditionellen Kapitalbeschaffung bringen. Maijoor fügte hinzu:

Die folgende Frage ist, was wir mit den ICOs machen, die sich außerhalb der Regulierungswelt befinden. Wir werden das als Vorstand bewerten. Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Ende des Jahres berichten werden.

Falscher Ansatz

Am Anfang wollte Maijoor, dass ICOs ohne bestimmte Regulierungen erst mal auf den Markt kommen. Danach würde man diese prüfen und sehen wie sie sich auf dem Markt tun. Andrea Enria, Vorsitzender der europäischen Bankaufsichtsbehörde verfolgt einen anderen Ansatz und meinte das würde so nicht funktionieren.

Verbraucherwarnungen scheinen nicht ausreichend wirksam zu sein, um das Bewusstsein der Verbraucher dafür zu schärfen, dass es an einem Sicherheitsnetz für diese Investitionen mangelt.

Andrea Enria

Trotz des derzeit schwachen Marktes für ICOs scheinen die europäischen Regulierungsbehörden zu glauben, dass mehr Regulierungen notwendig sind. Die Regulierung der Kryptowelt ist jedoch eine sehr komplizierte Aufgabe, während einige sogar daran zweifeln, dass sie überhaupt reguliert werden kann. Eines der Hauptprobleme ist das Fehlen klarer Definitionen, um die Kryptos zum Mainstream zu machen

Nachrichtenquelle:
cryptonews.com

Bildquellen:
#170228717 – © Chodyra Mike / Fotolia.com – Titelbild

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