Facebook lässt wieder Werbung für Kryptowährungen zu

Facebook hebt sein Verbot vom Januar für Kryptowährungs-Anzeigen auf, die Werbetreibenden müssen allerdings vorab genehmigt werden. Dennoch sind ICOs (Initial Coin Offerings) und Anzeigen im Zusammenhang mit binären Optionen weiterhin verboten, erklärte der für Produktmanagement zuständige Manager, Rob Leathern am Dienstag in einem Blogbeitrag.

Facebook hebt sein Verbot von Kryptowährungs-Werbung auf und wird es nun einigen vorab genehmigten Werbetreibenden erlauben, Krypto-Unternehmen und –Dienste (z.B. Börsen/Blogs etc.) zu fördern. Jetzt können Werbetreibende, die von Facebook erst durch einen Bewerbungsprozess zugelassen werden, Krypto-Produkte bewerben, obwohl Anzeigen für binäre Optionen und ICOs, nach wie vor verboten sind.

Interessierte Werbetreibende müssen Facebook folgendes vorweisen:

  • Die Lizenzen, die sie erhalten haben.
  • Eine Information, ob sie an einer öffentlichen Börse gehandelt werden.
  • Weitere relevante und öffentliche Hintergründe zu ihrem Geschäft.

Liegen diese Informationen vor, erhalten Werbetreibende die Erlaubnis, um Anzeigen zu Kryptowährungen und Blockchain relevanten Projekten zu schalten. Zusammengefasst will Facebook alles Wichtige reguliert haben, damit kein Verbraucher durch diverse Betrugsanzeigen oder ominösen Kryptowährungen zu Schaden kommen kann.

Warum gab es eigentlich ein Verbot für Krypto-Anzeigen?

Das Unternehmen Facebook verbot bereits im Januar 2018 alle Krypto-Anzeigen auf ihrer Plattform. Dieser Schritt sollte verhindern, dass Menschen Finanzprodukte und Dienstleistungen, die häufig mit irreführenden Werbepraktiken in Verbindung gebracht werden, bewerben.

Die Nachfrage zu Kryptowährungen ist seit Ende 2017, als der Preis für einen Bitcoin bei knapp 20.000 Dollar lag, deutlich zurückgegangen. Der plötzliche Anstieg des Preises in der Kryptoszene verursachte, dass einige Menschen noch mehr Profit aus der ganzen Sache mitnehmen wollten und haben daraufhin Werbung für viele „Scams“, Shitcoins etc. gemacht.

Folglich die Sperre durch Facebook. Andere Social Media Dienste wie Google, Twitter und Snapchat gingen dem Beispiel nach und haben ebenfalls Krypto-Werbung verboten.

Die Zukunft mit Facebook und Kryptos

Kryptowährungen haben immer noch viele Befürworter und es ist leicht zu verstehen, warum Facebook, Krypto-Werbung verkaufen will: Es ist eine wachsende und sehr spannende Branche mit vielen potenziellen Werbetreibenden. Solange die Nutzer von Facebook nicht betrogen werden, würde das Unternehmen die zusätzlichen Werbeeinnahmen mit offenen Armen gerne empfangen.

Außerdem scheint Facebook zu denken, dass der Krypto-Wahnsinn zumindest etwas zurückgegangen ist. Das Unternehmen hat Anfang des Jahres ein eigenes internes Blockchain-Team gegründet, um die Technologie weiter zu erforschen. Die Erkenntnisse daraus soll als Grundlage für alle Kryptowährungen verwendet werden. Es scheint so, als ob Facebook noch etwas in der Krypto-Branche vorhat.

Nachrichtenquelle:
facebook.com
recode.net
cnbc.com

Bildquellen:
#201316049 – © Production Perig / Fotolia.com – Titelbild

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