Hacker: Kryptowährungen im Wert von 15 Millionen YEN gestohlen

In der japanischen Stadt Utsunomiya wurde ein 18-jähriger Hacker an die Staatsanwaltschaft übergeben, da er mehr als 7500 digitale Geldbörsen mit Kryptowährungen im Wert von 15 Millionen YEN entleert hat.

Den japanischen Quellen zufolge nutzte der junge Cyberkriminelle in der Wallet namens „Monappy“ eine Sicherheitslücke aus. Die Behörden behaupten, dass die Diebstähle zwischen dem 14. August und dem 1. September letzten Jahres stattgefunden haben. Etwa 7700 Benutzer der Wallet sind von diesem Hack betroffen. Insgesamt wurden 118.638€ (15 Mio. YEN) gestohlen.

Der junge Hacker soll die Tor-Software verwendet haben, die es Benutzern ermöglicht, den eigenen Datenverkehr zu anonymisieren. Die Polizei identifizierte den Hacker jedoch durch die Analyse der auf dem Server der Website gespeicherten Daten. Laut Japan Today, gab der Hacker zu, dass die Vorwürfe gegen ihn wahr sind.

Der junge Hacker äußerte sich dazu wie folgt:

„Ich fühlte mich, als hätte ich einen Trick gefunden, den niemand kannte, und tat es, als ob ich ein Videospiel spielen würde.“

Wie stellte der Cyberkriminelle das an?

Die Identität des mutmaßlichen Hackers muss aufgrund seines Status als Minderjähriger anonym bleiben. In Japan ist ein Minderjähriger eine Person unter 20 Jahren.

Der Minderjährige Hacker nutzte eine Schwachstelle in einer Funktion der Website aus, die es einem Benutzer ermöglicht, die Währung auf einen anderen Benutzer zu übertragen. Er entdeckte, dass das System bei einer kurzen Wiederholung von Transaktionen nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Der Angreifer reichte also mehrere Transaktionen gleichzeitig ein, was das System überforderte und ihm erlaubte, mehr Geld auf sein eigenes Konto zu bewegen. Danach sendete er die Coins an einen anderen Betreiber, erhielt dort Dividenden und gab das Geld aus.

Solche Vorfälle sind im Bereich der Kryptowährungen nicht unbekannt. Viele solcher Hacks finden leider immer noch regelmäßig statt. Allein im Jahr 2018 wurde der japanischen Polizei über 7.000 Fälle von kryptobezogener Geldwäsche gemeldet.


Nachrichtenquelle:
japantoday.com
btcwires.com
cointelegraph.com

Bildquellen:
#248603630 – © dusanpetkovic1 / Fotolia.com – Titelbild

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