Human Rights Foundation: Bitcoin ist kein Spekulationsobjekt, sondern ein Mittel für die Freiheit

Bei der Berichterstattung über Kryptowährung konzentrieren sich viele Mainstream-Medien oft nur auf den momentanen Preis des Bitcoins. Ein Menschenrechtsaktivist erinnert nun die breite Öffentlichkeit daran, dass Bitcoin kein Spekulationsobjekt ist, sondern ein Werkzeug zur Befreiung.

Alex Gladstein, Chief Strategy Officer der Human Rights Foundation, hat im Time Magazine einen Artikel mit dem Titel „Why Bitcoin Matters for Freedom“ veröffentlicht. Darin erklärt er, wie Kryptowährung Menschen helfen kann, die Kontrolle über ihr eigenes Leben und Vermögen von unterdrückerischen Regimen zurückzuerlangen.

„Spekulationen, Betrug und Gier in der Kryptowährungs- und Blockchain-Industrie haben das reale, befreiende Potenzial der Erfindung von Satoshi Nakamoto überschattet“, schreibt Gladstein. „Für Menschen, die unter autoritären Regierungen leben, kann Bitcoin als zensurresistentes Tauschmittel ein wertvolles Finanzinstrument sein.“

Der Artikel konzentriert sich auf die aktuelle Situation in Venezuela als Paradebeispiel für seine These. Es beschreibt, wie die Venezueler Bitcoin verwenden, um der galoppierenden Hyperinflation und den harten Kapitalkontrollen zu entkommen. Es zeigt auch, dass das Maduro-Regime nach einer starken Abwertung der Ersparnisse der Bürger das Bankensystem nutzt, um einen Großteil des aus dem Ausland übermittelten Geldes von Menschen zu beschlagnahmen, die ihren Familien zu Hause helfen wollen.

Das Potenzial des freien Geldes ist enorm hoch!

In Simbabwe druckte Robert Mugabe endlose Mengen an Bargeld und blähte die Ersparnisse seiner Bürger ins Leere, aber seine Nachfolger werden niemals mehr Bitcoin erschaffen können. In China kann Xi Jinping alle Ihre Transaktionen auf Alipay und WePay verfolgen, aber er kann keine Massenüberwachung aller Bitcoin-Zahlungen organisieren.

In Russland kann Wladimir Putin eine NGO ins Visier nehmen und dessen Bankkonto einfrieren, aber er kann keine Bitcoin-Wallet einfrieren. In einem Flüchtlingslager haben sie vielleicht keinen Zugang zu einer Bank, aber solange sie eine Internetverbindung finden, können sie Bitcoin erhalten, ohne nach Erlaubnis zu fragen und ohne Ihre Identität nachweisen zu müssen.

„Weniger als 1% der Weltbevölkerung – nicht mehr als 40 Millionen Menschen – haben jemals Bitcoin verwendet. Aber laut der Human Rights Foundation leben mehr als 50% der Weltbevölkerung unter einer autoritären Regime“, schreibt Gladstein.

„Wenn wir Zeit und die Ressourcen investieren, um benutzerfreundliche Wallets, mehr Austauschmöglichkeiten und bessere Lehrmaterialien für Bitcoin zu entwickeln, hat es das Potenzial, einen echten Unterschied für die 4 Milliarden Menschen zu machen, die ihren Regierungen nicht vertrauen können oder die keinen Zugang zum Bankensystem haben. Für sie kann Bitcoin ein Ausweg sein.“

Vergessen wir die Macht der Dezentralisierung nicht

Viele Neulinge und Anfänger kommen dem Bitcoin nahe, mit der Hoffnung ihr Geld zu vermehren. Doch das ist nicht Sinn und Zweck des Bitcoins. Wir haben zum ersten Mal die Möglichkeit, dezentral ein Tauschmittel zu benutzen, welches das Double-Spending-Problem erfolgreich gelöst hat.

Keine andere Währung hat dies in den letzten 100 Jahren geschafft. Wir alle sollten versuchen, dieses Wissen an jeden Anfänger mit auf den Weg zu geben. Nur zusammen können wir etwas bewirken.

Nachrichtenquelle:
time.com
rttnews.com
news.bitcoin.com

Bildquellen:
#218107411 – © surachat / Fotolia.com – Titelbild

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