ICOs vor dem Tod? Im ersten Quartal 2019 wurden 98% weniger eingenommen als 2018

Der Hype um Initial Coin Offerings nimmt seit längerer Zeit ab. Denn die Summe, die im ersten Quartal 2019 gesammelt wurde, stellt nur einen winzigen Bruchteil der eingenommenen Gelder aus Q1 2018 dar.

Etwa 118 Millionen Dollar wurden im ersten Quartal 2019 über Initial Coin Offerings (ICOs) gesammelt, berichtete Cointelegraph. Dies entspricht gerade einmal 1,71 Prozent von der Summe (6,9 Milliarden USD), die zum gleichen Zeitraum im Jahr 2018 eingesammelt wurde.

Die Daten beruhen auf der ICO-Analytik-Website TokenData, so Cointelegraph. Dem Bericht zufolge wurden Anleger durch zweierlei Gründe abgeschreckt: Die Regulierungsbehörden, die gegen nicht konforme ICOs vorgingen und der allgemeine Bärenmarkt im vergangenen Jahr.

Das Medienportal schreibt zudem, dass TokenData seit 2017 über 2.500 Projekte verfolgt hat, von diesen angeblich nur 45 Prozent erfolgreich Geld gesammelt haben. Darüber hinaus stellte sich heraus, dass nur 15 Prozent der Token, die in erfolgreichen ICOs ausgegeben werden, zu ihrem ursprünglichen Preis oder über diesem gehandelt werden.

Der Rechtsanwalt und Berater Joshua Ashley Klaymann ist der Ansicht, dass ICOs zwar verschwinden können, der Markt für digitale Wertpapiere allerdings nicht, berichtete die Quelle. So gewinnen sogenannte Security Token Offerings (STOs) weltweit, sowohl aus privater Sicht als auch von den staatlichen Aufsichtsbehörden, eine zunehmende Aufmerksamkeit.

Siehe auch: Was sind Security Token?

Letzte Woche berichtete Decentralbox, dass der Besitzer eines Blockchain-Startups namens „Sponsy“ versuchte, sein gescheitertes ICO-Projekt auf eBay für 60.000 Dollar zu verkaufen.


Nachrichtenquelle:
cointelegraph.com

Bildquellen:
#103806771 – © Kenishirotie / Fotolia.com – Titelbild

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