IKEA startet ein Blockchain-Projekt für den Solarstrom-Handel

Das Innovation Lab SPACE10 von Ikea präsentiert SolarVille, ein Blockchain-betriebenes solares Mikronetz, das ganzen Gemeinden die Möglichkeit geben könnte, sich selbstständig mit Strom zu versorgen.

Das von IKEA finanzierte Innovation Lab SPACE10 arbeitet mit einigen Blockchain-Experten an einem Projekt namens „SolarVille“ zusammen, das ein solares Mikronetz schaffen soll.

Zusätzlich soll eine funktionierende Energiehandelsplattform entstehen, die durch Blockchain betrieben wird, um einen Handel von Strom zu ermöglichen, der unabhängig von nationalen Stromnetzen ist.

Wenn ein Haushalt also mehr Strom produziert, als er tatsächlich benötigt, dann kann die übergebliebene Energie dezentral über die Blockchain an Nachbarn verkauft werden.

Bas Van De Poel, Creative Director von SPACE10 sagte:

„Zentralisierte Energiesysteme sind oft zu langsam und wirtschaftlich unzureichend, um die Milliarden Menschen zu erreichen, die in Energiearmut gefangen bleiben … SolarVille zeigt, dass Technologien wie Solarmodule, Mikronetze und Blockchain im Zusammenspiel neue Möglichkeiten eröffnen: Systeme außerhalb des Stromnetzes, die es den Menschen ermöglichen, den traditionellen Netzstrom zu überspringen.“

Neues Zeitalter der Energie

Blockchain-Enthusiasten sagen, dass die Blockchain-Technologie zu einer neuen Ära der Community-Energie verhelfen könnte, indem sie zentrale Netze umgeht und es Nachbarn ermöglicht, über eine vertrauenswürdige, unbestechliche Plattform frei miteinander Strom zu handeln.

Torbjörn Lööf, CEO der Inter IKEA Gruppe erklärte:

„Es wird sehr interessant sein zu erfahren, wie diese Kombination aus neuer Technologie und Solarenergie-Lösungen das Leben für viele Menschen verbessern kann.“

Energie-Start-ups befassen sich bereits damit, wie die Blockchain-Technologie für den Peer-to-Peer-Energiehandel genutzt werden könnte, wobei die ersten Transaktionen bereits in New York und London abgeschlossen wurden.

Die regulatorischen Hindernisse für die großflächige Einführung des lokalen Stromhandels sind jedoch beträchtlich, sodass Start-ups nur mit Sondergenehmigungen der Behörden mit dem Handel experimentieren.


Nachrichtenquelle:
businessgreen.com

Bildquellen:
#173867500 – © chungking / Fotolia.com – Titelbild

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