Indische Kryptobörse Coindelta beendet ihre Dienste

Die Exchange Coindelta gab an, dass sie ihre Dienste einstellt. Somit wurde, nach Indiens größter Börse Zegpay, eine weitere Börse im Land geschlossen.

Erst vor weniger als sechs Monaten hat Indiens größte Bitcoin-Börse Zegpay ihre Tore geschlossen. Nun folgt Coindelta, einer der letzten verbliebenen Exchanges in Indien, die nun ihren Dienst seit 30. März bereits gesperrt hat. Grund dafür sei die unregulierte Situation im Land, erklärte Coindelta-Gründer Shubham Yadav. Er erwähnte auch, dass der Betrieb von Coindelta in diesem ungünstigen Umfeld sehr teuer sei und die Weiterführung der Exchange daher wirtschaftlich nicht mehr rentabel ist.

Als Folge stellte Coindelta seine Dienste in allen Märkten ein. Dabei wurden offene Beträge storniert und Gelder an die Wallets zurückgegeben. Der Wallet-Service wird noch bis zum 29. April verfügbar sein. Alle Gelder müssen jedoch innerhalb von 30 Tagen abgehoben werden. Danach können Nutzer ihre Auszahlungen nur noch über die Support-Seite von Coindelta abwickeln. Es ist damit zu rechnen, dass eine feste Gebührt für alle Auszahlungen erhoben wird.

Sommer 2018 war der Auslöser

Letztes Jahr im Juli fingen die Probleme für Coindelta und andere Exchanges im Land an. Zu diesem Zeitpunkt hat die Reserve Bank of India (RBI) den Geschäftsbanken verboten jegliche Bankdienstleistungen, die mit Kryptowährungen wie Bitcoin zu tun haben, zu erbringen.

„Es war wirklich schwierig für uns, Coindelta Exchange in den letzten 6 Monaten zu betreiben. Die Einschränkung der Bankkonten durch die RBI hat uns behindert, um nahtlose Ein- und Auszahlungsdienstleistungen anbieten zu können.“

Doch auch der langsame Fortschritt der Rechtssache des Obersten Gerichtshofs im Zusammenhang mit dem Verbot machte es Coindelta schwer vorherzusagen, wann sie die Regulierung auf dem Krypto-Markt in Indien sehen kann. Dies beschleunigte auch Coindelta‘s Entscheidung, die Dienste auszusetzen.

Viele indische Kryptowährungsbörsen haben versucht, die mit dem RBI-Verbot verbundenen Schwierigkeiten zu umgehen, indem sie entweder eine Peer-to-Peer-Tauschplattform eingeführt, die Basis aus Indien verlagert oder den Betrieb eingestellt haben.


Nachrichtenquelle:
rttnews.com

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