Institutionelle Anleger haben jüngstes Blutbad bei Bitcoin stark angeheizt

Bitcoin in einem Blutbad
Stanislav - stock.adobe.com

Ein neuer Bericht zeigt, wieso der Bitcoin Kurs so stark gefallen ist. Seit kurzem wurde ein enormer Zufluss von BTC an Krypto-Börsen registriert.

Der Bitcoin Kurs erlebte letzte Woche einen epischen Ausverkauf, der Schockwellen bei Investoren und Händlern auslöste. Es gibt eine Reihe von Theorien, die erklären, warum die Mutter aller Kryptowährungen auf unvorhergesehene Tiefen abstürzte. Eine davon ist der koordinierte Abverkauf von Whales.

Viele Experten behaupten, dass der schwere Kursrückgang, der bei den globalen Aktien inmitten der Coronavirus-Ängste zu beobachten war, zu dem Sturz von Bitcoin geführt hat. Andere wiederum behaupten, die PlusToken-Betrüger hätten die gestohlenen Bitcoins an den Börsen liquidiert und damit den Verkaufsdruck erhöht.

All diese Hypothesen sind zwar durchaus nachvollziehbar, aber neue Daten deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger die Hauptursache für den jüngsten Absturz des Bitcoin-Marktes gewesen sein könnten. Ironischerweise wurden diese institutionellen Investoren lange Zeit als der Schlüssel zur Öffnung der Schleusen für den kometenhaften Anstieg des Bitcoin-Preises angesehen. Doch genau das Gegenteil lösten die institutionellen Anleger aus.

Bitcoin Kurssturz kam von institutionellen Anlegern

Das Forschungsunternehmen Chainalysis hat kürzlich einen Bericht über den verheerenden Absturz auf dem Bitcoin-Markt veröffentlicht. In ihrem Bericht stellte die Firma fest, dass institutionelle Anleger für einen großen Teil des Verkaufsdrucks auf dem BTC-Markt verantwortlich waren, der in einem enormen Preisverfall gipfelte.

Die Daten von Chainalysis zeigen, dass Kleinhändler in den Tagen vor dem historischen Rückgang doppelt so viele Bitcoins, als üblicherweise, an die Börsen schickten. Dabei handelt es sich um Transaktionen zwischen 0,1 und 10 BTC.

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Doch professionelle Trader und institutionelle Investoren waren für den Großteil der Aktivitäten verantwortlich. Diese versendeten zwischen 10 und 1000 BTC an Börsen und machten damit 70% der gesamten BTC-Bewegungen an Börsen aus.

Seit dem 9. März erhielten die Börsen an acht Tagen insgesamt 1,1 Millionen Bitcoins, wobei der Höchststand am 13. März bei 319.000 BTC lag. An diesem Tag verlor der Bitcoin über 30%. Zum Vergleich: Seit Jahresbeginn wurden bis zum 9. März im Durchschnitt 52.000 BTC pro Tag an Krypto-Börsen gesendet. Am 12. und 13. März wurden jedoch 475.000 BTC an die Börsen geschickt, was einen 9-fachen Anstieg bedeutet. Dies führte in der Folge zu einem massiven Preissturz beim Bitcoin.

Abschließend heißt es im Bericht:

Angesichts der Ungewissheit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ist es schwer vorherzusagen, wohin sich der Bitcoin-Markt als Nächstes entwickeln wird. Allerdings haben sich die stark gestiegenen Devisenzuflüsse als guter Indikator für eine erhöhte Volatilität erwiesen, weshalb wir empfehlen, den Betrag, der an die Börsen transferiert wird, im Auge zu behalten.