JP Morgan’s Blockchain Patent – IPOs auf einer Blockchain?

 

Der amerikanische Investmentbanking-Gigant, JPMorgan Chase & Co., will ein Patent für ein verteiltes System (Distributed System). Mithilfe der Blockchain-Technologie sollen virtuelle Einzahlungsbelege ausgegeben werden. Das Unternehmen will ebenso IPOs (Initial Public Offering) auf einer Blockchain hosten.

 
 

Das Patent

Die Patentanmeldung, die von JPMorgan im Januar eingereicht wurde, ist vom U.S. Patent & Trademark Office (USPTO) veröffentlicht worden. Es beschreibt eine Methode, mit der Benutzer in einem verteilten Netzwerk wie einer Blockchain, Vermögenswerte tokenisieren und diese virtuellen Quittungen handeln können.

 
 

Man kann sich das in etwa so vorstellen:

Man geht in ein Casino und statt dass man Geld benutzt, bekommt man stattdessen Token. In dem Fall sind diese Token digitalisiert und auf einer Blockchain.

 
 

Wie kann man so einen Token bekommen?

Um einen Wertpapier-Token zu erstellen, beauftragt ein Anleger (z.B. Vermögensverwalter, Broker etc.), einen qualifizierten Depotverwalter und gibt ihm das Vermögen. Dieser soll dann eine virtuelle Quittung für die hinterlegten Vermögenswerte autorisieren. Et Voila, wir haben unseren Token. Auch hier ebenso das Beispiel mit dem Casino zur Veranschaulichung. Man kommt rein und um spielen (handeln) zu können, braucht man erstmal die Token, die man meistens am Empfang bekommen kann.

 
 

Börsengänge (IPO) dadurch auf einer Blockchain möglich?

JPMorgan glaubt daran, dass ein Anwendungsfall für dieses vorgeschlagene System darin besteht, Unternehmen zu erlauben, Börsengänge (IPO) in einer Blockchain-Umgebung durchzuführen. Das Patent weist auch darauf hin, dass die Token verpflichtende virtuelle Quittungen darstellen könnten. Als Beispiel, wenn man einen Kredit nimmt oder Fremdkapital bezieht, werden die Token als Quittung herangezogen.

 
 

Was sind nun die Vorteile?

Diese virtuellen Belege wären im Wesentlichen ein Sicherheitsmerkmal, das unter der Aufsicht der Securities and Exchange Commission (SEC) oder anderer lokaler Wertpapieraufsichtsbehörden steht. Das heißt sie können nicht irgendwo einfach verloren gehen und werden strengstens kontrolliert.

Außerdem ist alles auf der Blockchain gespeichert, was zur weiteren Sicherheit sorgt. Diese Kennzeichnung würde zwangsläufig einschränken, wie und wo die Token gehandelt werden können. Das große Thema ist Sicherheit und regulierte Token, um Geldwäsche und ähnliches zu verhindern.

 
 

Das Ziel von Quorum

Dies ist nicht das erste Mal, dass JPMorgan eine Plattform geschaffen hat, um Schulden auf einer Blockchain anzulegen. Anfang des Jahres hat sich der Finanzriese mit der National Bank of Canada und einer Gruppe anderer Firmen zusammengetan, um die Einführung eines 150 Millionen Dollar Yankee Certificates of Deposit (CD) auf Quorum anzulegen. Kurz gesagt, Quorum ist das Blockchain-Programm von JPMorgan. Es ist eine auf Ethereum-basierte Blockchain.

 
 

Christine Moy, Leiterin des Blockchain-Programms von JPMorgan sagt:

"Eine der Aufgaben des J.P. Morgan Blockchain-Programms ist es, herauszufinden, wie Blockchain-Technologie, Mehrwert, Effizienz und eine bessere Erfahrung für unsere Kunden in der gesamten Finanzbranche schaffen kann"

 
 

Es ist bekannt, dass JPMorgan im Allgemeinen nicht richtig begeistert von Kryptowährungen ist. Allerdings meint der CEO Jamie Dimon:

„ ...viele werden sich erinnern, routinemäßig, Bitcoin als betrügerischen Akt bezeichnet zu haben. Dennoch ist das Unternehmen seit Jahren führend in der Entwicklung von Enterprise Blockchain-Anwendungen, die versuchen, die Vorteile der Distributed Ledger-Technologie (DLT) in einer privaten, zugelassenen Umgebung zu nutzen. Vor allem durch die Entwicklung und Förderung von Quorum.“

 
 

Glaubst du werden andere Finanzkonzerne dem Beispiel von JPMorgan folgen und ähnliches machen? Lass es uns in den Kommentaren wissen oder tausch deine Meinung mit unserer Community in Telegram aus.

 


Nachrichtenquelle:
cryptocoinjunky.com

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