Katastrophe für Telegram? Kommt der GRAM Token jemals auf den Markt?

Frau wütend, weil Telegram Blockchain Launch sich vermutlich verzögert
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Ein neues Gerichtsurteil, hindert die Telegram Messaging Plattform daran, ihren GRAM Token auszugeben. Investoren fordern vielleicht ihr Geld zurück.

Der bahnbrechende Fall zwischen der mobilen Nachrichtenplattform Telegram und der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat gerade eine monumentale Wendung genommen. Anfang dieser Woche erteilte ein Bundesrichter in New York eine einstweilige Verfügung. Darin stellte er fest, dass die Verteilung von Gram Token gegen die US-Wertpapiergesetze verstoßen würde und stellte sich im Wesentlichen auf die Seite der SEC. Die einstweilige Verfügung verhindert, dass Telegram seine GRAM Token zu diesem Zeitpunkt ausgibt.

Ursprünglich wollte Telegram seine Blockchain – das Telegram Open Network (TON) – im Oktober 2019 starten. Allerdings musste der Termin auf den 30. April 2020 verschoben werden, nachdem die SEC den Nachrichtendienst wegen eines „illegalen Verkaufs von nicht registrierten Wertpapieren“ verklagte. Zu dieser Zeit konnten Investoren sich dafür entscheiden, 77% ihres Geldes zurückzubekommen. Sie verlangten jedoch keine Rückzahlungen und stimmten für eine Verschiebung, wie Decentralbox berichtete.

Heute sieht die Welt jedoch anders aus. Die jüngste Entscheidung des US-Gerichts sowie die bestehende Krise derzeit, könnte dafür sorgen, dass sich der Start der TON-Blockchain erneut verschiebt. Nun zeigen sich sogar einige Investoren dazu bereit, das Projekt zu verlassen und ihre Investitionen zurückzufordern. Sie würden 72% des Investitionsbetrags zurückerstattet bekommen, da die restlichen 5% im Laufe der Monate in den Entwicklungsprozess investiert wurden.

„Was ich jetzt bei verschiedenen Investoren sehe – sehr viele, mindestens 10 Investoren, mit denen ich gesprochen habe, neigen dazu, 72% der investierten Mittel zu nehmen. Angesichts der Entwicklungen auf den Finanzmärkten sieht dieses Angebot jetzt viel besser aus als im Oktober.“

Jacob Barinski, Leiter der Krypto-Investmentbank von Hash CIB

Obwohl eine einstweilige Verfügung zwar keine endgültige Anordnung ist, deutet sie darauf hin, dass ein Gericht wahrscheinlich letztendlich auch eine dauerhafte Verfügung erlassen wird. Telegram könnte natürlich Einspruch einlegen, doch ob das von Pavel Durov gegründete Unternehmen damit Erfolg haben wird, bleibt noch offen.