Könnte Singapur Kryptowährungen vollständig annehmen?

Die Regierung in Singapur zeigte sich auf der Singapur Consensus 2018 aufgeschlossen gegenüber Kryptowährungen. Dabei äußerte sich die Finanzregulierungsbehörde, Monetary Authority of Singapore (MAS), interessiert gegenüber der Branche.

Auf der Singapur Consensus 2018, dem größten jährlichen Bitcoin und Blockchain Event, trafen sich tausende Krypto-Visionäre, Experten und Unternehmer, um sich über die Zukunft der Branche auszutauschen. Dabei war einer der Höhepunkte der Vortrag von der Monetary Authority of Singapore (MAS).

Im Vergleich zum Rest der Welt ist die Aufsichtsbehörde (MAS) gut informiert und auch transparenter hinsichtlich ihrer Ansichten über die Blockchain-Technologie. Die Behörde zeigte sich auch diesmal durchaus interessiert und betonte auch ihr Verständnis gegenüber der Technologie. Als Finanzzentrale Südostasiens würde Singapur somit einen grundlegenden Meilenstein hinsichtlich der Blockchain und den Kryptowährungen setzen. Bereits in der Vergangenheit hatte die MAS ihre Stellungnahme in „A Guide to Digital Token Offering“ veröffentlicht. Sie zeigen sich besonders positiv gegenüber ICOs und wollen diese nicht einschränken im Gegensatz zu anderen Ländern.

Die Technologie soll nicht reguliert werden, sondern ihr Einsatz

Auf der Singapur Consensus Messe wurde einiges, hinsichtlich der Token, diskutiert. Prinzipiell wolle man zwischen drei verschiedenen Arten unterscheiden: Utility-Token, Payment-Token, Security-Token. Damien Pang, Leiter des FinTech Ecosystem and Infrastructure bei der MAS, betonte aber, dass gerade Zahlung- und Sicherheitstoken durchaus mehr rechtliche Aufmerksamkeit erfordern würden. Die MAS wird weder die Blockchain noch die Kryptos einschränken, denn sie zielt nicht darauf ab, „die Technologie selbst zu regulieren, sondern ihren Einsatz“, so Pang.

Singapur als Treiber der Innovation

Bereits vor einigen Monaten führte das südkoreanische Team Mass Vehicle Ledger (MVL) die App „Tada“ ein, welche ein äquivalent zu „Uber“ darstellt. Die Tada-App selbst basiert auf der Blockchain-Technologie, welche speziell für die Automobilindustrie und deren Kunden entwickelt wurde. MVL wollte dabei einen Standort haben, welches ein zuvorkommendes Rechtssystem hat aber auch nahegelegen an Südkorea ist.

Das Angebot an Krypto-Projekten, sowie auch das stark gestiegene Handelsvolumen, kommen Singapur gerade in den letzten Monaten zugute. Als 2017 China das Verbot für ICOs verhängt hatte, war Singapur die erste Anlaufstelle, wenn es um Krypto-Unternehmen geht. Die Rechtslage in Singapur ist äußerst attraktiv für diese Branchen, da man eher darauf aus ist die Technologie zu unterstützen, als ihr im Weg zu stehen. Andere Firmen setzten bereits erste Trends, so haben Firmen wie Binance und Upbit ihre Pläne für den Markteintritt in Singapur angekündigt.

Singapur auf der Überholspur

Vielleicht ist es ihr Wettbewerbsgefühl, oder vielleicht nur der bloße Wille, ihren Bürgern die neuesten Entwicklungen zu bieten. Jedenfalls ist eines klar, Singapur strebt danach einer der ersten zu sein, wenn es um die Einführung und Anpassung von Kryptowährungen geht.

Nachrichtenquelle:
techcrunch.com

Bildquellen:
#209824591 – © Kalyakan / Fotolia.com – Titelbild

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