Krypto-Startup wegen illegaler Kapitalbeschaffung beschuldigt und zur Rückerstattung von Investoren aufgefordert

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Die US-SEC nimmt ein weiteres Krypto-Startup wegen illegalem Fundraising ins Visier und fordert eine Rückzahlung an die Investoren sowie eine Geldbuße.

Es ist zwei Jahre her, dass Bitcoin (BTC) sein Allzeithoch von 20.000 Dollar erreicht hat. Durch den damaligen Marktanstieg sahen viele die Möglichkeit selbst Projekte zu starten und Geld zu sammeln, da die Investoren in dieser Bullenphase besonders kaufwillig waren. In vielen Fällen waren diese Projekte entweder schwache, betrügerische oder nicht registrierte Wertpapiere, was ihre Fundraising-Aktionen illegal machte.

Kurz darauf ging die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hart gegen solche Projekte vor und zwang sie, die Gelder an die Investoren zurückzugeben und sich den Konsequenzen ihres Handelns zu stellen. Inzwischen scheint ein weiteres Technologie-Startup mit dem Namen „Blockchain of Things“ das neueste Ziel der Aufsichtsbehörden zu sein.

Nach Angaben der SEC schaffte es das Startup rund 13 Millionen Dollar durch ihren ICO im Dezember 2017 einzunehmen. Nun wurde Blockchain of Things aufgefordert, ein Bußgeld von 250.000 Dollar zu zahlen und die Transparenz seines Geschäfts zu verbessern. Die Firma stimmte zu beides zu tun.

Darüber hinaus erklärte sich das Unternehmen auch dazu bereit, seinen ursprünglichen Investoren ihr Geld zu erstatten. Das bedeutet, dass Blockchain of Things im Schlimmsten Fall Millionen von Dollar zurückzahlen wird. Allerdings hängt die tatsächliche Höhe der Kosten davon ab, wie viele Investoren überhaupt auf das Angebot einer Rückerstattung reagieren. Das Unternehmen hat die Vorwürfe der Aufsichtsbehörde weder zugegeben noch bestritten.

Aufsichtsbehörden nehmen weiterhin illegale Kapitalbeschaffungen ins Visier

Laut Carolyn Welshhans, Associate Director for Enforcement der SEC, gibt es eine Reihe von Abhilfemaßnahmen, die das Unternehmen anwenden muss. Die regelmäßige Benachrichtigung der Investoren und die Entschädigung für die Anfangsinvestitionen sind nur einige davon.

Natürlich ist Blockchain of Things bei weitem nicht das einzige Unternehmen, dem die SEC illegales Fundraising vorwirft. Das Krypto-Startup-Telegram ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie Decentralbox berichtete. Ganz zu schweigen von vielen anderen Start-ups. Derartige Berichte kommen aber nicht nur aus den USA. Chinesische Aufsichtsbehörden untersuchen auch eine Reihe von blockchainbasierten Startups, wie z.B. die Fitness-App Qubu, die ebenfalls illegale Spendenaktionen durchgeführt haben soll.

Was Blockchain of Things selbst betrifft, so verkaufte das Startup digitale Token und bot diese meist internationalen Investoren an. Angeblich ist es ihnen gelungen, rund 600.000 Dollar von Us-Investoren zu beschaffen, was im Vergleich zu 12 Millionen Dollar, die aus dem Ausland kamen, ein geringer Betrag ist.