Kryptobörse gehacked – nicht schon wieder! Fast alles weg

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Für diese Krypto-Börse fängt das neue Jahr 2020 alles andere als gut an. Immerhin wurde die Hot-Wallet von den Hackern fast vollständig geleert!

Die relativ neue Krypto-Börse Altsbit, die ihren Sitz in Italien hat, ist die jüngste, die einen Hack erleiden musste. Die Exchange gab die Meldung des Hacking-Angriffs in einem Tweet bekannt, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Fast alle in Bitcoin und Ethereum aufbewahrten Krypto-Bestände wurden gestohlen. Der betroffenen Börse zufolge soll jedoch ein kleiner Teil der Gelder in Cold Wallets sicher sein.

Die Ankündigung lautete:

Sehr geehrte Benutzer, leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unsere Exchange in der Nacht gehackt wurde und fast alle Bestände von BTC, ETH, ARRR und VRSC gestohlen wurden. Ein kleiner Teil der Bestände ist auf Cold Wallets sicher.

Als Reaktion auf den Hack wiesen einige Anhänger von dezentralisierten Börsen (DEX) auf die Schwachstellen von zentralisierten Plattformen hin. Trotzdem weisen zentralisierte Exchanges immer noch das größere Handelsvolumen auf, da DEX-Dienste in ihrer Benutzeroberfläche bekanntermaßen schwer zu navigieren sind. Der Hack auf Altsbit zeigt, dass die meisten Börsen, unabhängig von Größe und Umfang, dank ihres unwiderruflich zentralisierten Charakters weiterhin äußerst lukrative Ziele sind.

Was die Lage der Sicherheit bei zentralen Krypto-Börsen angeht, so zeigt ein Bericht von Chainalysis, dass die Börsen besser gegen Hacker gewappnet zu sein scheinen. Obwohl die Anzahl an Hacker-Vorfällen im Jahr 2019 stark zugenommen hat, ist die Gesamtmenge der bei diesen Angriffen gestohlenen Beträge gegenüber den Vorjahren deutlich zurückgegangen. Eine wichtige Verteidigungsstrategie für Exchanges ist es, so wenig Bestände auf Hot Wallets zu lagern. Das erschwert es Hackern riesige Kryptosummen zu stehlen.

Doch während Exchanges ihre Sicherheitsmaßnahmen erweitern, ziehen auch Hacker mit und verbessern ihre Angriffs-Taktiken. Wie Decentralbox berichtete, gehören nordkoreanische Hacker, auch bekannt als Lazarus-Gruppe, dazu. Die Gruppe setzt neuerdings Phishing-Malware auf der beliebten Nachrichtenplattform Telegram ein, um Kryptos von den Opfern zu stehlen.