Kryptobörsen: Umsatz in Milliardenhöhe trotz geringer Marktschwankung

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Betrachtet man nun die Umsätze der großen Kryptobörsen, fragt man sich wie diese es trotz der Marktprobleme geschafft haben, sich so gut zu halten.

Coinbase, die größte Fiat-zu-Krypto-Börse auf dem globalen Markt, soll bis Ende 2018 einen Jahresumsatz von über 1.3 Milliarden US-Dollar erzielen. Binance, die Kryptobörse für Digital Asset Trader, erreichte im Januar einen Gewinn von 200 Millionen US-Dollar und lag damit in etwa auf dem Niveau von Deutschlands größtem Finanzinstitut Deutsche Bank. Upbit und Bithumb, zwei der größten Börsen Südkoreas, haben Anfang 2018 einen monatlichen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar erzielt – dieser stammt hauptsächlich aus Transaktions- und Rücknahmegebühren.

Trotz der erzielten hohen Zahlen gehen Experten aber davon aus, dass die monatlichen Einnahmen der großen Kryptobörsen in Südkorea in den letzten 10 Monaten von 100 Millionen Dollar auf rund 60 bis 70 Millionen Dollar gesunken sind. Die Begründung für diese Annahme liegt wohl einerseits am langanhaltendem Bärenmarkt. Andererseits ist das gesunkene Vertrauen der Investoren in Südkorea gegenüber Kryptobörsen, aufgrund der beiden aufeinander folgenden Sicherheitsverletzungen von Bithumb, verantwortlich.

Warum verdienen dann Kryptobörsen immer noch so viel Geld?

Der überwiegende Teil der Einnahmen aus Kryptowährungsbörsen wird durch Gebühren für Kauf- und Verkaufsaufträge sowie von Auszahlungs-Aufträgen generiert. Trotz des Bärenmarktes scheint bei Coinbase dennoch genug Geld in Kryptowährungen zu fließen.

Julie Verhage von Bloomberg bestätigt woher der Umsatz von Coinbase stammt:

„Der Umsatz des Unternehmens für 2018 in Höhe von 1.3 Milliarden US-Dollar stammt von den Provisionen für Trades auf der Plattform und von Gewinnen und Verlusten aus den eigenen Kryptobeständen.“

Auch Binance geht es sehr gut, was den Umsatz betrifft:

Binance hat erst vor kurzem öffentlich bekannt gegeben, dass sie alle Listungsgebühren von Projekten, die auf der eigenen Kryptobörse notiert werden sollen, an Wohltätigkeitsvereine spenden wird. Das bedeutet, dass Binance einen solch heftigen Umsatz und Gewinn generiert, dass sie getrost auf die Listing-Gebühren verzichten können.

Beide Unternehmen konzentrieren sich vorerst noch auf die Einnahmen aus dem Hauptgeschäftsmodell, das sich aus dem Handel mit Kryptowährungen mit geringen Gebühren zusammensetzt.

Was passiert dann bei einem Bullenmarkt?

In den letzten elf Monaten hat sich das Volumen des Kryptobörsenmarktes, der bei rund 20 Milliarden Dollar lag, fast halbiert. Das Volumen von Bitcoin, der dominierenden Kryptowährung auf dem Markt, sank von fast 8 Milliarden Dollar auf 3.5 Milliarden Dollar.

Ein tägliches Handelsvolumen von 10 Milliarden Dollar des Kryptobörsenmarktes, welches sich noch in den Kinderschuhen befindet, ist jedoch jetzt schon dafür verantwortlich, dass die Börsen heftige Umsätze generieren können. Die Frage ist nur, was passiert, wenn wir in einem Bullenmarkt sind? Experten zufolge könnten so hohe Umsätze und Gewinne generiert werden, die Kryptobörsen zu den mächtigsten und einflussreichsten Unternehmen machen könnten.

Natürlich findet solch ein lukratives Geschäftsmodell der Kryptobörsen Anklang bei viele Institutionen und Konglomeraten. In Südkorea werden alle wichtigen Kryptobörsen inzwischen von Konglomeraten wie Kakao, Shinhan Bank und Nexon betrieben, Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen, die die lokale Industrie dominieren wollen.

Nachrichtenquelle:
ccn.com

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