Kryptowährungen boomen! Über 40 deutsche Banken wollen einsteigen

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Mehr als 40 Finanzinstitute in Deutschland haben ihr Interesse gezeigt, um Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. zu verwahren.

Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat mehr als 40 Interessensbekundungen von Banken erhalten, die Krypto-Verwahrgeschäfte nach dem neuen Geldwäschegesetz anbieten wollen, so das Handelsblatt. Dank dem neuen Gesetz, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, können deutsche Banken nun nicht nur traditionelle Anlageprodukte wie Aktien und Anleihen anbieten, sondern auch Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum. Dazu muss jedoch eine Lizenz von der BaFin eingeholt werden.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler begrüßt das zahlreiche Interesse seitens der Finanzinstitute:

„Der Markt wächst schneller als das Bundesfinanzministerium das vorhergesagt hat. Das ist Segen und Fluch zugleich. Die hohe Nachfrage nach Krypto-Verwahrlizenzen zeigt, dass sich Unternehmen mehr und mehr der Blockchain-Technologie annehmen, ist aber auch Ergebnis der neuen Gesetzgebung.“

Seit dem Inkrafttreten des Geldwäschegesetzes am 1. Januar wird also für das Verwahrgeschäft von Kryptowährungen eine Erlaubnis der Finanzaufsicht benötigt. Für Unternehmen, die bereits vor 2020 in diesem Geschäft tätig waren, wird jedoch eine Übergangsfrist bis Ende November 2020 gewährt, sofern bis Ende März eine Anzeige dafür bei der BaFin eingeht.

Eine der ersten Banken, die die Genehmigung der BaFin anstrebt, ist die Berliner SolarisBank. Die Bank gründete im Dezember letzten Jahres eine Tochtergesellschaft, Solaris Digital Assets, um die Einführung digitaler Assets voranzutreiben. Nach der jüngsten Entwicklung sagte der Leiter bei der SolarisBank, Michael Offermann, dass sie sich seit eineinhalb Jahren intensiv mit der Verwahrung von Kryptowährungen beschäftigen. Er fügte hinzu: „Mit der Neuregelung im neuen Geldwäschegesetz ist ein guter Zeitpunkt gekommen, praktisch loszulegen. Schließlich sind wir kein Forschungsinstitut, sondern eine Geschäftsbank.“