Kryptowährungen sind riesige Müllhaufen und keine stabilen Währungen

Kryptowährungen wie der Bitcoin sollen zurzeit nutzlos sein, laut Federal Reserve Präsident.
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Kryptowährungen seien „wie ein riesiger Müllhaufen“ und nicht geeignet als Geld, so der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis, aber stimmt das?

Neel Kashkari, der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis, hat sich bei seiner Stellungnahme zur Krypto-Branche am Dienstag nicht zurückhaltend verhalten. Als Kashkari bei einer Veranstaltung in Montana gefragt wurde, ob er seiner einjährigen Tochter zum nächsten Geburtstag eine Staatsanleihe oder eine Bitcoin schenken wolle, wählte der Chef der US-Notenbank die Staatsanleihe und sagte, dass Kryptowährungen „wie ein riesiger Müllhaufen“ seien.

Kryptowährungen sind für ihre erhöhte Volatilität bekannt, da sie rund um die Uhr gehandelt werden können und ihr spekulativer Charakter die Preise meistens nur für wenige Minuten stabil hält. Kashkari lobte die Stabilität des Dollars im Vergleich zu dem relativ neuen Krypto-Sektor. „Der Grund für den Wert des Dollars liegt darin, dass die US-Regierung ein gesetzliches Monopol auf die Produktion des Dollars hat“, sagte er.

Der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis ist der Meinung:

„In der Welt der virtuellen Währung und der Kryptowährung gibt es tausende dieser Müll-Coins da draußen. Die Menschen wurden buchstäblich für Dutzende Milliarden Dollar ausgeplündert, und schließlich engagiert sich die SEC bei der Bekämpfung dieses Phänomens.“

Der Fed-Beamte wandte der aufkommenden Branche jedoch nicht völlig den Rücken zu und stellte klar, dass sich Kryptowährungen in den kommenden Jahrzehnten zwar als wichtig erweisen könnten, aber vorerst ein höchst volatiler Vermögenswert bleiben würden.

„Vielleicht wird sich in fünf Jahren oder in 10 Jahren oder in 20 Jahren etwas Nützliches daraus ergeben, aber bis jetzt entsteht nur Abfall, der verbrannt wird.“

Ist der Bitcoin wirklich Müll?

Obwohl Kashkari über Staatsanleihen schwärmerisch spricht, war Bitcoin der am besten performende Vermögenswert des letzten Jahrzehnts. Wer 1$ in die Kryptowährung investiert hat, hatte am Ende des letzten Jahrzehnts ganze 90.000$. Das Jahr 2019 beendete Bitcoin mit einem Gewinn von 85%, während die Anleihenrenditen im gleichen Zeitraum deutlich zurückgingen.

Im Jahr 2020 ist Bitcoin bereits um mehr als 40 Prozent gestiegen, und die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung hat ein Niveau erreicht, das seit sechs Monaten nicht mehr gesehen wurde. Abgesehen von der Performance, die Bitcoin an den Tag gelegt hat, ist die Kryptowährung kein einziges mal gehackt worden und hat zuverlässig grenzüberschreitende Zahlungen ohne Mittelsmänner ermöglicht.

Es werden mit Bitcoin Summen in Milliarden-Höhe bewegt, für wenige Cent. Jeder Mensch auf der Welt erhält durch Bitcoin die Möglichkeit an der Finanzwelt teilzunehmen. Dazu wird lediglich ein Smartphone und ein Internet-Zugang benötigt. Zwar gibt es einige Kryptowährungs-Projekte da draußen, die gezielt Anleger betrügen wollen, jedoch gibt es auch genug Projekte, die reale Probleme lösen.