LedgerX möchte vor BAKKT physisch gedeckte Bitcoin-Futures anbieten

LedgerX, der Anbieter von Kryptowährungs-Derivaten, plant, als erstes US-amerikanisches Unternehmen physisch abgerechnete Bitcoin-Futures anzubieten. Damit würden sie BAKKT zuvorkommen.

Am 15. April gab das Unternehmen bekannt, eine Lizenz beantragt zu haben, was LedgerX zu einem autorisierten Derivatemarkt (Designated Contract Markets – DCM) machen würde. LedgerX könnte mit der Lizenz seinen Kunden ermöglichen, physisch abgerechnete Bitcoin-Futures-Produkte zu erwerben.

Im Gegensatz zu den, von der CME Group (und früher CBOE) angebotenen Bitcoin-Futures mit Fiat-Währungen als Gegenwert, würden die Kunden nach Ablauf des Vertrages den tatsächlichen Wert in Bitcoin erhalten, der einem Kontrakt zugrunde liegt.

Noch bemerkenswerter ist es, dass LedgerX mit seinem neuen Angebot auch Kleinanleger ansprechen will und nicht nur institutionelle Investoren, wie BAKKT es vorhat.

Juthica Chou, Chief Risk und Operating Officer bei LedgerX, sagt:

„Wir können Kunden jeder Größe bedienen, wir sind nicht auf beschränkt.“

Nach der Genehmigung wird LedgerX Bitcoin, Bitcoin-Optionen und Bitcoin-Futures für Privatkunden über eine neue Plattform namens Omni anbieten können. Omni, das auf der bestehenden Infrastruktur von LedgerX aufbaut, wird als Anbieter sowohl für Depot- als auch für Handelsdienstleistungen fungieren.

LedgerX arbeitet bereit seit Jahren an diesem Vorhaben

Die ursprüngliche Plattform von LedgerX erhielt zunächst die behördliche Zulassung zur Markteinführung im Juli 2017, obwohl die Plattform selbst, erst später in diesem Jahr in Betrieb genommen wurde. Die neue Plattform wird auch den bestehenden institutionellen Liquiditätspool von LedgerX nutzen, um Privatkunden vom ersten Tag an ein erstklassiges Erlebnis zu bieten.

Chou sagte gegenüber CoinDesk:

„Sobald sich die Plattform als stabil erwiesen hatte und wir eine Betriebsfrequenz erreicht hatten, haben wir eine Lizenz bei der CFTC beantragt … Für uns ist dies ein philosophisch wichtiger Schritt, denn Bitcoin steht jedem zur Verfügung und wir wollten unsere Derivatprodukte wirklich auch allen Investoren zur Verfügung stellen.“

Die CFTC hat LedgerX bereits zwei Lizenzen erteilt, sodass das Unternehmen als Swap Execution Facility (SEF), der Börsenplattform des Unternehmens und als Derivatives Clearing Organization (DCO), der Clearingstelle, fungieren kann.

Alle warten auf ihre Lizenz – Wer macht das rennen?

Die DCM-Anwendung von LedgerX ist daher nur eine zusätzliche Lizenz zu den bestehenden Berechtigungen. Operativ ist das Unternehmen bereits gegründet, um Futures-Dienstleistungen anbieten zu können.

Mehrere große Unternehmen planen die Einführung von Bitcoin-Futures-Kontrakten mit physischer Abwicklung, darunter Bakkt, das von der Muttergesellschaft Intercontinental Exchange der New York Stock Exchange gegründete Unternehmen.

Dann gibt es noch Seed CX, die von Bain Capital Ventures unterstützte Krypto-Börse und ErisX, ein von TD Ameritrade unterstütztes Startup. All diese Unternehmen warten auf ihre eigenen behördlichen Genehmigungen, was LedgerX die Möglichkeit gibt, als erster mit einem echten Produkt live zu gehen.


Nachrichtenquelle:
coindesk.com

Bildquellen:
#245732761 – © Sergey Nivens / Fotolia.com – Titelbild

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