Mastercard strebt Patent an – Kombination aus Krypto- und Fiatkonten

Mastercard will das tun, was es am besten kann, nämlich Transaktionen abwickeln, nur verbessert. Das Unternehmen strebt ein neues Patent an, welches Krypto- und Fiat Konten verbinden soll.

Die meisten Finanzunternehmen haben mit der Blockchain-Technologie nie gerechnet, dazu zählt auch eines der größten Kreditkartenunternehmen der Welt, Mastercard. In so einer Finanzposition, ist es daher nicht verwunderlich, wieso sie auf die bevorstehenden Veränderungen durch die Blockchain, nicht vorbereitet waren, als sie auf diese neue Technologie aufmerksam wurden. Ihre frühesten Reaktionen waren skeptisch und negativ, auch als sie nach Möglichkeiten suchten, wie man die Blockchain-Technologie und die darauf bauenden Kryptowährungen legal nutzen könnte.

Die ultimative Ironie

Inzwischen hat sich jedoch die Meinung von Mastercard zur Blockchain-Technologie geändert, und zu etwas „Gutem“ entwickelt. Jetzt, einige Jahre nachdem Kryptowährungen ständig mit Kriminalität in Verbindung gebracht wurden, hat Mastercard einen anderen Weg eingeschlagen. Anstatt Kryptowährungen anzugreifen, strebt das Kreditkartenunternehmen nun ein Patent für das Mindestreserve-Management von Blockchain-Anlagen an.

Ja, du hast richtig gelesen. Was für eine Ironie, wenn man bedenkt, dass eines der Probleme, die mit der Erfindung des Bitcoins gelöst werden sollen, das Mindestreserve-System ist. Diese Methode zählt zu denen, welche die meisten Krypto-Enthusiasten am liebsten abgeschafft sehen würden, genauso wie schuldenbasierte Währungen. Bitcoin und andere Kryptowährungen gelten daher angeblich als „gesundes Geld“.

Das neue Patent von Mastercard

Das von Mastercard angestrebte Patent beschreibt ein neues System, das gleichzeitig Krypto- als auch Fiatanlagen überwacht und im Wesentlichen als Web-Wallet mit einer Kombination aus Kryptowährungs- und Fiat-Konten fungiert.

Das Patent beschreibt im Allgemeinen ein Kryptowährungs-Kreditkartennetzwerk:

„… daher besteht die Notwendigkeit, die Speicherung und Verarbeitung von Transaktionen, die Blockchain-Währungen verwenden, zu verbessern. Bestehende Zahlungsnetzwerke und Zahlungsabwicklungssysteme, die Fiat-Währung verwenden, sind speziell entwickelt und konfiguriert, um Verbraucher- und Händlerinformationen und Zugangsdaten sicher zu speichern und zu schützen und sensible Daten zwischen Computersystemen zu übertragen.

Darüber hinaus sind die bestehenden Zahlungssysteme oft so konfiguriert, dass sie komplexe Berechnungen, Risikobewertungen und Anwendungen mit Betrugsalgorithmen extrem schnell durchführen können, um eine schnelle Abwicklung von Fiat-Währungstransaktionen zu gewährleisten.

Dementsprechend kann die Verwendung traditioneller Zahlungsnetzwerke und Zahlungssystemtechnologien in Kombination mit Blockchain-Währungen Verbrauchern und Händlern die Vorteile der dezentralen Blockchain bieten, während gleichzeitig die Sicherheit der Kontoinformationen gewahrt bleibt und eine starke Abwehr von Betrug und Diebstahl gewährleistet ist.“

Wie es scheint, sieht es Mastercard als einen Vorteil, wenn man traditionelle Technologie mit Kryptotechnologie kombiniert. Ihr System würde höchstwahrscheinlich die aktuellen Zahlungsnetzwerke und -produkte beinhalten.

„Transaktionen, die über ein Zahlungsnetzwerk durchgeführt werden können, können Produkt- oder Dienstleistungskäufe, Kreditkäufe, Lastschrifttransaktionen, Überweisungen, Kontoabhebungen usw. umfassen.

Zahlungsnetzwerke können so konfiguriert werden, dass sie Transaktionen über Bargeldersatz durchführen, zu denen Zahlungskarten, Akkreditive, Schecks, Transaktionskonten usw. gehören können.“

Mastercard will das tun, was es am besten kann, nämlich Transaktionen abwickeln, nur verbessert. Genau auf die gleiche Weise, wie Gelder nach der Freigabe einer Einzahlung auf einer Börse oder Glückspielplattform bewegt werden können, möchte das Kreditkartenunternehmen dies den Händlern ermöglichen.

Trotz der ganzen Ironie könnte Mastercard möglicherweise einen massiven Beitrag zur Krypto-Ökonomie beitragen, indem es Millionen von bestehenden Kunden ermöglicht, Kryptozahlungen zu akzeptieren. Patente brauchen ihre Zeit, um verarbeitet zu werden. Wir werden also sehen, wie sich das Ganze entwickelt.

Nachrichtenquelle:
ccn.com
bitcoinexchangeguide.com

Bildquellen:
#46162734 – © JohanSwanepoel / Fotolia.com – Titelbild

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