Millionenschwere Bitcoin-Mixing-Plattform von EUROPOL gestoppt

Die Server der Mixing-Plattform „Bestmixer.io“ wurden von den Behörden beschlagnahmt. Nun sollen die User dieses Dienstes ausgeforscht werden, um kriminelle Geldströme zu rekonstruieren.

Heute wurde eines der weltweit führenden Anbieter von Mischsystemen für Kryptowährungen erfolgreich geschlossen. Gegen den Service „Bestmixer.io“ ist der niederländische „Fiscal Information and Investigation Service“ (FIOD), in enger Zusammenarbeit mit Europol und den luxemburgischen Behörden, vorgegangen.

Bestmixer.io war einer der drei größten Mixer für Kryptowährungen und bot Dienstleistungen für die Mischung von Bitcoins, Bitcoin Cash und Litecoins an. Der im Mai 2018 gestartete Service erzielte in einem Jahr einen Umsatz von mindestens 200 Millionen Dollar (ca. 27.000 Bitcoins) und garantierte für die Anonymität der Kunden.

Diese Untersuchung, die bereits im Juni 2018 von der FIOD mit Unterstützung des Internetsicherheitsunternehmens McAfee eingeleitet wurde, führte zur Beschlagnahme von sechs Servern in den Niederlanden und Luxemburg.

Werden User des Services nun ausgeforscht?

Ein Mixer ist ein Dienst, der angeboten wird, um potenziell identifizierbare oder „verdorbene“ Kryptowährungen mit anderen zu mischen, um den Weg zur ursprünglichen Quelle zu anonymisieren.

Die bisherige Untersuchung dieses Falles hat gezeigt, dass viele der gemischten Kryptowährungen, auf Bestmixer.io, einen kriminellen Ursprung oder Zielort hatten. In diesen Fällen wurde der Mischer wahrscheinlich eingesetzt, um kriminelle Geldströme zu verbergen und zu waschen.

Die niederländische FIOD hat Informationen über alle Interaktionen auf dieser Plattform gesammelt. Dazu gehören IP-Adressen, Transaktionsdetails, Bitcoin-Adressen und Chat-Nachrichten. Diese Informationen werden nun von der FIOD in Zusammenarbeit mit Europol analysiert und mit anderen Ländern ausgetauscht.


Nachrichtenquelle:
europol.europa.eu

Bildquellen:
#186542145 – © chalabala / Fotolia.com – Titelbild

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