Mit der Blockchain die weltweite Ozean Plastik-Krise bewältigen

 

Wie es scheint haben sich SC Johnson und Plastic Bank vor kurzem zusammengetan, um die weltweite Plastik-Krise in den Weltmeeren, mithilfe der Blockchain-Technologie, zu lösen.

 
 

Das multinationale Unternehmen SC Johnson verkündet am Sonntag, dem 28. Oktober, seine Partnerschaft mit der Plastic Bank, einer der führenden Organisationen für das Recycling von Kunststoffabfällen. Das Ziel ist es, die Bedrohung von globalem Ozeanplastik zu reduzieren, indem sie die Recyclingquoten in weniger privilegierten Gebieten Indonesiens erhöhen und gleichzeitig versuchen die Armut damit zu lindern.

Die Plastic Bank verwendet dazu eine benutzerdefinierte Kryptowährungslösung, die auf dem IBM Hyperledger Fabric-Protokoll läuft, um eine Verbindung zwischen Kunststoffkäufern und einzelnen Kunststoffabfallsammlern herzustellen. Diese Lösung bietet eine zuverlässige Möglichkeit, einzelne Recycler für die Sammlung von ozeanbasierten Plastikabfall zu belohnen. Parallel dazu, führt die Plastic Bank ein erfolgreiches Proof-of-Concept-Programm in Haiti durch.

 
 

Meeres-Plastik und Indonesien

Einem Bericht aus dem Jahre 2015 zufolge, gehört Indonesien zu den fünf asiatischen Ländern, die für 55 Prozent der Kunststoffabfälle, die im Meer landen, verantwortlich sind. Eine Erhöhung der Sammel- und Recyclingquoten auf etwa 80 Prozent, würde das Austreten von Kunststoffabfällen in den Ozeanen um 23 Prozent reduzieren.

Es wurden bereits viele Lösungen zu diesem Zweck versucht, doch diese waren bis jetzt nur begrenzt erfolgreich. Dies liegt wohl daran, dass die für das Austreten von Plastikabfall verantwortlichen Gebiete, verarmte Gebiete mit begrenzten Infrastruktur- und Sicherheitsproblemen sind. Das macht die Recycler für Raub oder Diebstahl anfälliger, wenn sie mit Geld belohnt werden. Indonesien ist besonders besorgniserregend, da das Land die weltweit höchste Meeresbiodiversität aufweist. Gleichzeitig sind dort die Korallenriffe, die durch Kunststoffleckagen gefährdet sind, von zentraler Bedeutung für die Nahrungskette, die Millionen von Menschen in der Region versorgt.

 
 

Blockchain als Lösung

Aus diesem Grund werden bis Mai 2019 acht Recyclingzentren in Indonesien in Betrieb gehen, mit einer Kapazität von mindestens 100 Tonnen Kunststoff pro Jahr, wobei das erste Zentrum bereits am 28. Oktober auf Bali eröffnet wurde.

 
 

David Katz, Gründer und CEO der Plastic Bank, sagt über die Bedeutung der indonesischen Partnerschaft mit SC Johnson:

"Die Partnerschaft mit SC Johnson ist die erste ihrer Art in Indonesien. Sie wird dazu beitragen, mehr Möglichkeiten für Menschen zu schaffen, die in Armut leben, und den Abfallsammlern ein wichtiges Gefühl des Stolzes vermitteln. SC Johnson ist das erste CPG-Unternehmen, das ein solches Programm in Indonesien skaliert hat, das einem breiten Spektrum sozioökonomischer Demografie zugute kommt, einschließlich der Anwohner, die unterhalb der Armutsgrenze leben."

 
 

Das gesammelte Plastik kann zu den Sammelzentren hingebracht und gegen digitale Token, anstatt gegen Bargeld, eingetauscht werden. Die Plastic Bank nutzt dazu eine Blockchain-Lösung in Verbindung mit einer mobilen App. Der Erhalt von Token soll die schätzungsweise 28 Millionen Menschen, die in Indonesien in Armut leben, effektiv zum Teilnehmen motivieren.

Das Programm bietet nicht nur Anreize zur Beseitigung von Kunststofflecks im Meer, sondern informiert auch die lokalen Gemeinschaften in Indonesien und darüber hinaus über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Kunststoffverschmutzung und die Möglichkeiten des Recyclings.

 
 
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Nachrichtenquelle:
scjohnson.com
ccn.com

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