Niederlande plant Bestrafung von Krypto-Scammern mit 6 Jahren Gefängnis

Die Niederlande planen strengere Strafen für diejenigen, die Betrug mit Kryptowährungen, Geldtransfer-Applikationen und Bankanwendungen begehen.

Der Gesetzesvorschlag des Justiz- und Sicherheitsministeriums des Landes zielt darauf ab, die Strafen für Betrug, der diese neueren Zahlungsmethoden nutzt, mit denen für Verbrechen, die eher traditionelle Zahlungen wie Kreditkarten betreffen, in Einklang zu bringen.

Die „älteren“ Formen des Zahlungsbetrugs, wie z.B. der Betrug mit Bankkarten, werden bereits mit einer Strafe von bis zu sechs Jahren Gefängnis bestraft. Die Regierung will nun die Strafe für Betrug mit neueren Zahlungsmethoden gleichsetzen. Betrug mit Kryptowährung ist damit ebenfalls enthalten.

Es scheint, dass die neuen Gesetze als Reaktion auf eine gemeldete Zunahme der Anzahl von Betrügereien, die Apps wie Tikkie verwenden, um Zahlungen von Opfern zu verlangen, kommen. In den Niederlanden ist Tikkie eine beliebte App, die von zahlreichen Banken unterstützt wird und es Benutzern ermöglicht, Zahlungsanweisungen per E-Mail, SMS und WhatsApp zu versenden.

Justizminister Ferdinand Grapperhaus sagt, dass Betrug über diese neueren Zahlungsmethoden immer häufiger vorkommt und eine große Zahl von Menschen erreichen kann. Der Minister sagte, er hoffe, dass die Einführung härterer Strafen als Abschreckung wirken würde. Das neue Strafverfahren wird auch für Straftaten wie die Fälschung von Zahlungsdaten, den Besitz oder Verkauf gefälschter Daten, Kreditkartenfälschung und Phishing gelten, so die NL Times.


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