Österreich: Europaweit erste Staatsanleihe auf der ETH-Blockchain

Am kommenden Dienstag möchte Österreich das erste Mal europaweit eine Staatsanleihe ausgeben, indem sie die Ethereum Blockchain benutzen. Laut der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) soll Österreich damit eine wichtige Vorreiterrolle bei der Ausgabe von Staatsanleihen einnehmen.

Im Rahmen der Auktion soll am kommenden Dienstag eine erneute Verschuldung, in Höhe von 1,15 Milliarden Euro, von Österreich genommen werden. Das Interessante dabei ist, dass man sich entschieden hat, die Staatsanleihen zum ersten Mal auf der Blockchain auszugeben und zu dokumentieren. Dabei soll eine Public Blockchain-Lösung zum Einsatz kommen, welche auf Basis von Ethereum laufen soll. Das Ziel ist hierbei die Unverfälschtheit der Daten zu protokollieren, was aufgrund der Technologie besser umsetzbar ist. Bis dato wurde die Ausgabe einer Staatsanleihe in Europa noch nie auf der Blockchain aufgezeichnet, somit ist Österreich mit diesem Vorhaben das erste Land europaweit.

Politiker als auch Bankiers sind positiv gestimmt

Große Namen und Entscheidungsträger von Österreich sind von der Technologie begeistert und äußern sich positiv gegenüber der Blockchain. Angelika Sommer-Hemetsberger, Vorstandsmitglied von der österreichischen Kontrollbank, ist der Meinung, dass „die Blockchain-Technologie großes Potenzial zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung von Bankprozessen bietet“.

Aber auch in der Politik bekommt das Thema immer mehr Anerkennung, wie man an der Aussage von Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) merkt:

Für uns bildet die Blockchain-Technologie einen wirtschaftspolitischen Schwerpunkt. Mit der Einrichtung des FinTech-Beirats im Finanzministerium entwickeln wir Strategien, damit Österreich von diesen Entwicklungen bestmöglich profitiert

Blockchain stößt auf immer mehr Begeisterung

Österreich ist mit diesem Vorhaben zwar das erste Land europaweit, doch nicht weltweit. Denn da stellte die Weltbank bereits eine Anleihe vor, welche auf der Blockchain-Technologie basiert. Die Überraschung fiel hierbei allerdings bei den Investoren auf größere Akzeptanz als zuvor erwartet. Statt den geplanten 50 Millionen australischen Dollar, welche als Zielsumme angesetzt waren, wurden sogar 110 Millionen australische Dollar zusammengetragen. Das Projekt „Bondi“ (Blockchain Operated New Debt Instrument), war die erste Anleihe der Weltbank, welche vollkommen auf der Blockchain basierte.

Nach dem großen Erfolg meinte Weltbank-Finanzdirektorin Arunma Oteh:

Wir sind besonders beeindruckt von dem breiten Interesse von offiziellen Institutionen, Fonds-Managern, Regierungsstellen und Banken

Weiteres meinte Oteh, dass es in Zukunft wichtig sei solch innovativen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei betonte sie, dass durchaus noch weitere Anleihen nach dieser Technologie folgen würden.

Nachrichtenquelle:
kleinezeitung.at
finanzen.net

Bildquellen:
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