Russland wird Blockchain und Kryptowährungen in 4 Regionen testen

Moskau, die Hauptstadt von Russland, und drei weitere russische Regionen werden den Einsatz von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie legal erproben.

Die lokale Medienstelle Izvestia berichtete kürzlich, dass Russland neue Innovationen, die nach russischem Gesetz noch nicht zugelassen sind, testen wird. Zu den erprobten Technologien gehören neben Blockchain und Kryptowährungen auch Neuro- und Quantentechnologien, künstliche Intelligenz, Robotik, Virtual und Augmented Reality.

All diese Technologien sind ungeregelt. Aus diesem Grund wird in den Regionen Moskau, Kaliningrad, Kaluga sowie Perm ein ähnlicher Ansatz verfolgt, wie bei anderen Ländern. Es werden sogenannte „Regulatory Sandboxes“ (Regulierungs Sandkästen) geschaffen, um neue Innovationen unter regulatorischer Aufsicht zu testen.

Dieses Konzept ermöglicht es, Innovationen, die noch nicht reguliert sind, in der Praxis anzuwenden. So kann die Markteinführung von neuen technischen Lösungen beschleunigt und Kosten für die Einführung innovativer Produkte reduziert werden. Unternehmen, Firmen und Projekte können also mit Kryptowährungen herumexperimentieren, ohne sich Gedanken wegen rechtlichen Auswirkungen zu machen.

Regulatory Sandbox sind unerlässlich

Kirill Kabanov, der Berater des russischen Präsidenten, ist der Ansicht, dass Regulatory Sandboxes unerlässlich für das Verständnis von Technologie sind, vor allem für Länder, die noch keine Vorschriften erlassen haben.

Er sagte:

So zirkulieren beispielsweise seit vielen Jahren Kryptowährungen aktiv in der ganzen Welt, aber in der Tat regeln die meisten Länder, einschließlich Russland, ihre Verwendung nicht. Regulatory Sandboxes werden wirksam sein, wenn sie als Testgrundlage für Normen dienen, die später angewendet werden können, um das rechtliche Umfeld an die neue technologische Struktur anzupassen.

Als Beispiel für eine erfolgreiche Regulatory Sandbox wäre Weißrussland. Das Land hat seitdem kryptobezogene Aktivitäten in seinem High Technologies Park legalisiert. Das Ziel ist es, „zu einem globalen IT-Hub zu werden, der Unternehmen und Unternehmer aus der ganzen Welt mit einer freundlichen Umgebung anlockt“.

Bis jetzt wurden bereits in vielen Ländern wie Südkorea, Indien, Spanien, Thailand, Mexiko und Israel mehrere Pläne und Vorschläge zur Einrichtung von Regulatory Sandboxes für kryptospezifische Aktivitäten vorgelegt. Andere russische Regionen, wie Krim und Primorje, wurden ebenfalls als mögliche Standorte für diese experimentellen Zonen genannt.

Das Konzept des regulatorischen Sandkasten könnte sich als guter Kompromiss erweisen, da es die Entwicklung von Krypto-Innovationen ermöglicht, während die Regierungen die Vorschriften überdenken und verfeinern, ohne den technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt zu beeinträchtigen.


Nachrichtenquelle:
cointelegraph.com
news.bitcoin.com

Bildquellen:
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