Studie: Bitcoin ist nicht nur Männersache – Frauen holen auf!

Wer glaubt, dass Frauen nichts mit Bitcoin (BTC) und Blockchain am Hut haben, der hat sich gewaltig geirrt. Diese neue Studie beweist es.

Laut einem Umfragebericht von Grayscale, der kürzlich veröffentlicht wurde, waren 43% der an Bitcoin interessierten Investoren Frauen. Auch wenn der Blockchain- und Kryptoraum seit seiner Gründung nicht ganz so frauenfreundlich war, verleiht der jüngste Grayscale Bericht der Kryptobranche eine frische Brise.

Ein Ausschnitt aus dem Bericht lautet:

„Bitcoin-Gespräche konzentrieren sich in der Regel auf ein überwiegend männliches Investorenpublikum und doch deuten Daten darauf hin, dass auch Frauen ein gesundes Interesse an Bitcoin haben.“

Die Umfrage wurde zwischen dem 28. März und dem 3. April 2019 durchgeführt. Es nahmen 1.100 US-amerikanische Investoren im Alter zwischen 25 und 64 Jahren teil. Dabei kam heraus, dass weibliche Anleger zwischen 25 und 54 Jahren von der Idee begeistert sind, dass sie kleine Beträge in Bitcoin investieren können und direkt einen ganzen Bitcoin kaufen müssen. Immer wenn sie sich dazu bereit fühlen, können sie ihr Bitcoin-Guthaben um ein paar Satoshis erhöhen. 56,2% der Frauen (gegenüber 56,4% der Männer) gaben an, dass sie an die Zukunft der Blockchain glauben.

Eine Befragungsteilnehmerin sagte:

„Bitcoin könnte die zukünftige Weltwährung sein, da wir mehr auf Technologie setzen und selten echtes Geld berühren.“

Darüber hinaus gaben 49,8% der Frauen (und 49,9% der Männer) an, dass sie das Potenzial von Bitcoin und seinem begrenzten Angebot erkennen. 63% der Frauen (gegenüber 56% der Männer) finden, dass die Möglichkeit, klein anzufangen, ein überzeugender Grund für eine Investition in Bitcoin ist. 93% der Frauen (gegenüber 84% der Männer) zeigten sich offen für Investitionen in Bitcoin, wenn es eine bessere Aufklärung darüber gäbe.

Obwohl der Bericht den Eindruck erweckt, dass das Interesse an Bitcoin sowohl bei Frauen als auch an Männern gleichmäßig verteilt ist, deuten andere Quellen darauf hin, dass viel weniger Frauen in Bitcoin investieren als Männer. Doch wenn man die durchgeführten Umfragen der vergangenen Jahre vergleicht, kann man feststellen, dass weibliche Investoren und Blockchain-Enthusiasten tatsächlich an Zahl zugenommen haben.

Weitere Umfragen

Aus einer älteren Umfrage von LongHash (Dezember 2018) geht jedoch hervor, dass unter den 100 betrachteten Blockchain-Startups nur 14,5% davon Frauen waren. Die Zahl wurde noch schlechter, wenn es um Führungspositionen geht. Nur 7% der Führungskräfte von Blockchain-Startups waren Frauen und die der Berater 8%. 78 von 100 Start-ups hatten keine einzige weibliche Führungskraft, während 75 von ihnen keine einzige weibliche Beraterin hatten und 37 keine einzige weibliche Mitarbeiterin im Team auf allen Ebenen.

Im LongHash Bericht heißt es:

„Die geschlechtsspezifische Kluft in der Technik ist schlecht, aber in der Blockchain-Technik scheint sie deutlich schlechter zu sein.“

Eine weitere Umfrage, die im Oktober 2017 von dem Reddit-Benutzer „loveYouEth“ durchgeführt wurde, ergab, dass 96% der Ether-Benutzer männlich sind. MyEtherWallet berichtete, dass 84% ihrer Wallet Halter Männer waren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Frauen sich inzwischen offener für Kryptowährungen zeigen, aber es ist könnte noch ein langer Weg werden.

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