Studie: Warum verbreiten Mainstream-Medien so viel Krypto FUD?

 

Einer Studie zufolge verbreiten einige bekannte Nachrichtenseiten viel Angst, Unsicherheit und Zweifel (FUD - Fear, Uncertainty and Doubt) unter der Masse, wobei vieles größtenteils völlig unbegründet und überflüssig ist.

 
 

Noch vor ein paar Jahren war es gar nicht so einfach Bitcoin- und Kryptoartikel in den Mainstream-Medien zu finden, doch mittlerweile liefert fast jede große Nachrichten-Website regelmäßige Geschichten über Kryptowährungen.

Eine neue Studie des eSports-Unternehmens Clovr zeigt, wie die Medien über Kryptos berichten und wie sich diese Berichterstattung im Laufe der Zeit verändert hat. Es gibt einige Überraschungen. Offensichtlich bevorzugen große Mainstream-Medien vor allem FUD-News, die die Masse in Angst, Unsicherheit und Zweifel versetzen.

 
 

Mögliche Gründe für FUD

Die Studie stellte im Rückblick auf letztes Jahr fest, dass die Berichterstattung über Kryptowährungen 2017 wirklich ernsthaft in Gang gesetzt wurde, als Bitcoin sowie die meisten Altcoins anfingen, schnell an Wert zu gewinnen. Die Forscher der Studie fanden heraus, dass die Berichterstattung während des ersten Bullenlaufs noch immer überwiegend positiv war. Sie stellen fest, dass eine solche Perspektive dazu beigetragen haben könnte, den Bitcoin-Preislauf anzuheizen.

Als die Märkte ihren Höhepunkt erreichten und dann im Januar 2018 fielen, schalteten die Mainstream-Medien ihre FUD-Maschine an und eine negativere Stimmung brach aus. Laut der Studie gehörten zu den wichtigsten Anbietern von "schlechten Nachrichten" damals das Wall Street Journal, Reuters, Yahoo Finance, die International Business Times und die Washington Post.

"Blut ist immer für 'ne Story gut"

Ein Grund warum Mainstream-Medien FUD gegen Kryptowährung betreiben, könnte das Sprichwort "Blut ist immer für 'ne Story gut" einleuchtend erklären. Die Mainstream-Medien leben von solchen Geschichten, da sie mit diesen weitaus mehr Augen auf sich ziehen als von herzerwärmenden Geschichten darüber, dass ein verarmter Dorfbewohner endlich die Kontrolle über sein eigenes wirtschaftliches Schicksal übernehmen kann.

Doch auch andere tragen zur negativen Stimmung bei, wie zum Beispiel Warren Buffet und Mark Cuban, die dem Mainstream-Medienfeuer Benzin hinzugefügt haben. Dies lässt die Vermutung aufkommen, dass die Milliardäre Kryptowährungen möglicherweise für eine Bedrohung halten könnten.

 
 

Einige interessante Überraschungen

Es gibt einige faszinierende Leckerbissen, die in dieser Studie zu finden sind. Erstens stellen die Forscher fest, dass Medien, die ein jüngeres, finanziell orientiertes Publikum wie Forbes und Business Insider ansprechen, in ihrer Berichterstattung deutlich positiver waren. Forbes hatte 788 positive Artikel über Kryptowährungen gegenüber 188 negativen Artikeln, während Business Insider 547 positive Artikel gegenüber 225 negativen Artikeln hatte.

Traditionelle Finanz- und Medienorganisationen waren viel härter gegenüber Bitcoin und seinen virtuellen Verwandten.

  • Wall Street Journal - Positiv: 271 | Negativ: 606
  • Washington Post - Positiv: 98 | Negativ: 216
  • Reuters - Positiv: 191 | Negativ: 659
  • The New York Times - Positiv: 52 | Negativ: 142
  • Gizmodo - Positiv: 17 | Negativ: 109
  • Yahoo Finance - Positiv: 188 | Negativ: 460

Das Takeaway von der Studie ist, dass die meisten Mainstream-Medienpublikationen ihre eigene Einstellung bezüglich Krypto haben, also wird dies in den Artikeln, die sie veröffentlichen, durchgesetzt, sei es FUD oder FOMO. Aus diesem Grund wäre es ratsam, immer skeptisch zu sein, wenn man über Kryptowährungen in den Mainstream-Medien liest. Man sollte lieber seine eigene Forschung und Recherche diesbezüglich betreiben.

 
 
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Nachrichtenquelle:
livebitcoinnews.com
newsbtc.com

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