Telegram weigert sich seine ICO-Finanzdaten mit der SEC zu teilen

Nein Aussage
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Telegram legt sich erneut mit der SEC an. Das Unternehmen weigert sich finanzielle Details zum damaligen ICO an die Aufsichtsbehörde zu übermitteln.

Der verschlüsselte Nachrichtendienst Telegram hat sich Berichten zufolge geweigert, finanzielle Einzelheiten über sein ICO von vor zwei Jahren herauszugeben, was kürzlich von der Securities and Exchange Commission (SEC) gefordert wurde. Infolgedessen reichte die SEC am 2. Jänner einen Gerichtsantrag ein, um das Unternehmen dazu zu zwingen, die Dokumente, die angeblich „höchst relevant“ sind, preiszugeben.

Die SEC erklärt im Gerichtsantrag:

„Die Beklagten weigern sich nun, die Bankunterlagen darüber offenzulegen, wie sie die 1,7 Milliarden Dollar, die sie in den vergangenen zwei Jahren von Investoren erhalten haben, ausgegeben haben. Sie weigern sich auch Fragen über die Verwendung der Investorengelder zu beantworten“

Frei übersetzt

Nachdem Telegram im Jahr 2018 ca. 1,7 Milliarden Dollar in zwei Token-Sales für die Entwicklung seiner Telegram Open Network (TON)-Blockchain eingenommen hat, zog es viel Aufmerksamkeit auf sich. Und obwohl das Unternehmen US-Investoren davon abhielt, sich an der Runde zu beteiligen, kamen viele über Dritte an die Token.

Daraufhin reagierte sie SEC und verklagte im Oktober 2019 das Unternehmen wegen der Durchführung eines „illegalen“ Token-Verkaufs. Laut der US-Aufsichtsbehörde fallen die Gram-Token nämlich unter die Kategorie der Wertpapiere und Telegram habe sie bei der Regulierungsbehörde nicht registriert. Schließlich musste das Unternehmen die Einführung der TON-Blockchain, die für den 31. Oktober geplant war, auf den 30. April 2020 verzögern. Die Investoren stimmten der Verschiebung zu und verlangten kein Geld von Telegram zurück.

Im Antrag fügt die Aufsichtsbehörde hinzu:

„Die angeforderten Bankunterlagen sind für die in diesem Fall strittigen Fragen von hoher Relevanz, einschließlich der Frage, wie viel Geld Telegram auf welche Weise in die Entwicklung der TON Blockchain, der mit der TON Blockchain zu integrierenden Telegram Messenger-Anwendung und verwandter Anwendungen investiert hat.“

Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Telegram selbst hat alle Vorwürfe der SEC widerlegt. Vor kurzem behauptete das Unternehmen, dass „falls und wenn“ die Gram-Token auf den Markt kommen, „sie eine Währung und/oder eine Ware darstellen werden – keine Wertpapiere gemäß den Bundeswertpapiergesetzen“.