Tron CEO Justin Sun wird von ehemaligen Mitarbeitern verklagt

Klage gegen Justin Sun (TRON CEO)
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In einer Klage wird Justin Sun der angeblichen Belästigung am Arbeitsplatz, Diskriminierung und unrechtmäßigen Arbeitspraktien beschuldigt.

Zwei ehemalige Mitarbeiter von BitTorrent – dem File-Sharing-Dienst, mit dem Tron 2018 eine Partnerschaft eingegangen ist – verklagen die Tron Foundation sowie deren Gründer Justin Sun. Sie beschuldigen Sun unter anderem der Belästigung, Diskriminierung, einem feindseligen Arbeitsumfeld und einer allgemeine Vernachlässigung der US-Vorschriften. Die Kläger fordern nun 15 Millionen Dollar Schadenersatz und ein Eingreifen der Regierung.

Der ehemalige Produktmanager Richard Hall und der ehemalige Software-Ingenieur Lukasz Juraszek reichten die Klage im Oktober 2019 ein. Im Mittelpunkt steht das Verhalten von Sun und des Leiters der technischen Abteilung Cong Li. Hall behauptet, dass Sun ihn mit Beleidigungen einschüchterte, um die Veröffentlichung von BitTorrent zu beschleunigen. Hal habe auch urheberrechtsverletzende Inhalte und Kinderpornographie auf der Plattform gemeldet, aber Sun und Li schien das nicht zu stören.

Mitarbeiter, die körperlich missbraucht wurden

Hall behauptet auch, dass Li ihn wegen eines bevorstehenden Urlaubs bedroht habe. Als sich der damalige Produktmanager weigerte, eine bereits genehmigte Reise abzusagen, drohte Li mit seiner Entlassung und tat dies auch nach seiner Rückkehr. In der Zwischenzeit bermerkte Juraszek körperliche Angriffe in den Büros der TRON-Foundation. Er behauptet, dass Sun Li schlug und glaubt, Li habe einen anderen Manager geschlagen. Die Kläger glauben, dass sie im vergangenen Sommer von Sun gefeuert wurden, weil sie ihre Bedenken äußerten.

Außerdem behauptet das Duo, dass Sun sie aufgrund ihrer Rasse diskriminiert habe: Sie wurden durch zwei neue Mitarbeiter vom chinesischen Festland ersetzt. Diese scheinen eher dazu bereit zu sein, sich an Suns Arbeitsplan von 9.00 bis 21.00 Uhr an 6 Tagen in der Woche zu halten (im Gegensatz zu den üblichen Arbeitszeiten von 9.00 bis 6.00 Uhr). Die Neuen wären eher bereit illegale Geschäftspraktiken hinzunehmen und sich weniger an die amerikanischen Gesetze zu halten, so die Kläger. Sun gab Mitte Dezember eine Antwort, in der er „jede einzelne“ Behauptung bestritt. Sollte TRON diese Klage verlieren, fordern Hall und Juraszek bis zu 15 Millionen Dollar Schadenersatz.