UK Treasury Ausschuss: Es wird Zeit Kryptos zu regulieren!

Der britische Finanzausschuss will ein für alle Mal eine Lösung für Kryptowährungen finden. In erster Linie geht es darum, Verbraucher bzw. Investoren zu schützen und Regelungen zu finden. Die EU ist der gleichen Meinung.

Zurzeit sehen wir vermehrt eine Welle von Krypto-Befürwortern, darunter einige wichtige politische Entscheidungsträger. Es ist klar zu erkennen: Kryptowährungen stellen keinen sinnlosen Hype mehr dar, stattdessen geht es viel mehr in Richtung Legitimierung und Einführung. Im Vordergrund steht längst nicht mehr, nur aus FOMO oder Geldgier auf den Zug aufzuspringen. Immer mehr Menschen „wachen“ auf und interessieren sich für die Technologie sowie Dezentralisierung dahinter. Der Branche fehlen lediglich ein paar Regeln und Gesetze, um im Mainstream anzukommen.

Der britische Finanzausschuss, UK Treasury Committee, fordert nun Regulierungen für Kryptos. Grund dafür ist die ständig wachsende Branche und ihre vielen Krypto-Interessenten. Diskutiert wurde über Preisvolatilität, mangelnder Verbraucherschutz, das Risiko von Hackerangriffen und Geldwäsche. Für die erwähnten Probleme werden Lösungen gesucht, da Kryptos derzeit unaufhaltsam sind. Außerdem möchte man sich früh genug auf die neue Revolution vorbereiten.

Nicht nur Warnungen aussprechen sondern Taten folgen lassen

Wie die BBC berichtet, forderte der Ausschuss auch die Finanzaufsichtsbehörde des Vereinigten Königreiches, Financial Conduct Authority (FCA), auf, Kryptowährungen zu überwachen. Derzeit ist die FCA rechtlich nicht in der Lage, weder Emittenten digitaler Vermögenswerte noch Kryptowährungsbörsen zu regulieren.

Nicky Morgan, der Vorsitzende des Treasury Ausschusses sagt, es sei „für die Regierung und die Regulierungsbehörden nicht nachhaltig, entlang schwacher Warnungen an potenzielle Investoren zu tummeln, aber nicht zu handeln“.

Es gilt hier nicht nur Warnungen auszusprechen, sondern auch dementsprechend zu handeln, indem man sich überlegt wie man die Krypto-Szene reglementiert. Morgan fügte hinzu, dass die Regulierungsbehörden zumindest das Problem des Verbraucherschutzes und der Geldwäschebekämpfung (AML) angehen sollte.

Andere Länder wollen auch Regelungen schaffen

In Deutschland gibt es laut der Meinung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), keinen baldigen Ersatz von klassischen Währungen. Dennoch sieht er, dass die Krypto-Branche immer mehr wächst und es Zeit wird, sich Gedanken über Regelungen zu machen. Die große Befürchtung ist hierbei erneut Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Berichten zufolge, ist Bargeld für illegale Aktivitäten zurzeit attraktiver und wird sogar bevorzugt. Manche Verbrechensbekämpfer gehen so weit und sagen, dass Kriminelle ruhig Kryptowährungen benutzen sollen, da man sie somit leichter verfolgen kann.

Die EU wirft nun ein Auge auf Kryptowährungen

Die Risiken der Kryptowährungen rücken immer mehr in den Fokus der EU-Politik. Anfang September sollten die EU-Finanzminister in Wien klare Regeln für ICOs und Krypto-Plattformen schaffen. Dabei haben EU-Behörden bereits angefangen, sich mit Fragen zur hohen Volatilität, dem Betrugsrisiko und der potenziellen Geldwäsche bei diesen Projekten zu befassen. Das Ergebnis dieses Zusammentreffens ergab leider keine Antworten. Es fehlt in diesem Bereich anscheinend noch an Wissen, um zufriedenstellende Lösungen für den Krypto-Sektor zu etablieren. Somit werden wohl weitere Treffen dieser Art folgen, um die Krypto-Branche zu reglementieren.

Nachrichtenquelle:
theguardian.com

Bildquellen:
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