Wenn dein Freund dich kidnappt, um dir deine Bitcoins zu stehlen

Bitcoin wurden bei einer kürzlich stattgefundenen Erpressung verlangt.
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Ein 32-jähriger Mann in Thailand wurde entführt, gefoltert und fast von seinem eigenen Freund getötet, da er seine Bitcoins haben wollte.

Der Singapurer Kim Lee wurde am Sonntag von der thailändischen Polizei in Gewahrsam genommen, weil er seinen Kollegen entführt und von ihm Bitcoin als Lösegeld verlangt haben soll. Die Polizei hat den größten Teil des Lösegelds im Wert von 46.000 USD, das von dem Entführten Mark Cheng in Bitcoin bezahlt wurde, sichergestellt. Obwohl er seinen Entführern 62.400 USD in Bitcoin für seine Freiheit zahlte, behauptete Mark Cheng, dass sie ihn immer noch mit vorgehaltener Waffe hinrichten wollten. Doch es gelangt ihm zu fliehen.

Mark sagt, er sei entsetzt, als er erfuhr, dass sein Freund Kim der Hauptverdächtige sei:

„Ich habe nicht erwartet, dass mein Freund darin verwickelt ist. Ich weiß wirklich nicht, wem ich jetzt noch vertrauen kann.“

Kim Lee, der seinen Freund Mark Cheng, den Mitbegründer von Avelife, über Geschäfte mit Bitcoin (BTC) kennengelernt hatte, begleitete ihn auf der Reise, wo alles geschah. Kim überredete Mark, nach Thailand zu reisen, um dort mit einigen Einheimischen ein Geschäft auszuhandeln. Als sie eine bestimmte Tankstelle erreichten, hielten sie auf Kims Vorschlag hin an. Dort wurden sie angeblich von einer Gruppe maskierter Männer angegriffen und entführt, mit verbundenen Augen geschlagen und unter Drogen gesetzt.

Mark Cheng behauptete, er sei in den nächsten 12 Stunden an vier verschiedene Orte in bewaldeten Gebieten gebracht worden. Er sagte:

„Sie zogen mir die Kleidung aus, spritzten mich mit Eiswasser ab und verpassten mir Elektroschocks. Sie verlangten von mir die Übergabe von 1 Million USD in Bitcoin.“

Er konnte sich nur leisten, ihnen 62.400 USD in BTC zu geben. Nachdem er sie bezahlt hatte, brachten sie ihn trotzdem zu einer Hütte in einem Feld, wo sie eine Waffe auf seinen Kopf richteten. Er hatte zuvor Männer gehört, die ein Grab schaufelten.

„Zum Glück kenne ich mich mit Kampfsportarten aus. Ich griff im richtigen Moment hinter meinen Kopf und griff nach der Pistole und dann floh ich.“

Nach Angaben des Sprechers der thailändischen Polizei wurde Mark Cheng am 10. Januar von einem guten Samariter auf die nächste Polizeistation gebracht. Lee hingegen wurde am 12. Januar in einem Hotel in Bangkok, nach einer Großfahndung, verhaftet. Am Montag enthüllte die thailändische Polizei, dass Kim Lee der mutmaßliche Drahtzieher der Entführung war und wegen Raubes, körperlicher Gewalt, illegaler Festnahme und illegalen Waffenbesitzes angeklagt wurde. Mark Cheng ist schockiert und sehr bestürzt, wird aber dennoch zu einem späteren Zeitpunkt in Kim Lees Gerichtsverfahren aussagen.